Heimatliebe in Form einer Briefmarke

725 Jahre Kempen:Heimatliebe in Form einer Briefmarke

Die Briefmarke und die Schmuckbriefe der Jungen Briefmarkenfreunde zum Jubiläum sind sehr gefragt.

Das Jubiläum 725 Jahre Stadt Kempen kann man auf viele Arten würdigen. Die Jungen Briefmarkenfreunde Kempen um Klaus Wollersheim haben dies auf ihre Weise gemacht und eine eigene Briefmarke herausgegeben. Die kurkölnische Burg ist auf dieser besonderen 70-Cent-Marke zu sehen. Dazu hat Klaus Wollersheim Schmuckbriefe drucken lassen, die vier verschiedene Kempener Motive zeigen: die Burg, das Kuhtor, die Alte Schulstraße und die Mühle am Hessenwall. „Wir haben diese in einer begrenzten Auflage drucken lassen. Und sie sind schon fast ausverkauft“, berichtet Klaus Wollersheim. Wie viele er drucken ließ, will er aber nicht verraten. Solche Schmuckbriefe sind bei Heimatsammlern sehr beliebt, weiß der Briefmarken-Experte zu berichten.

Heute ist es auch gar nicht mehr schwierig, eigene Marken erstellen zu lassen. Die Deutsche Post bietet diesen Service für jeden auf ihrer Internetseite an. Die Schmuckbriefe tragen auch die Hinweise auf das Jubiläum: „1294 – 2019“ und „725 Jahre Stadt Kempen“. Eigentlich hätte Klaus Wollersheim dazu gerne auch einen Sonderstempel anfertigen lassen. Das sei doch zu teuer gewesen.

Der Verein Junge Briefmarkenfreunde Kempen um Klaus Wollersheim hat zum Stadtjubiläum eine eigene Briefmarke herausgegeben.
Der Verein Junge Briefmarkenfreunde Kempen um Klaus Wollersheim hat zum Stadtjubiläum eine eigene Briefmarke herausgegeben.

Klaus Wollersheim bemüht sich sehr um den Nachwuchs, ist Regionalleiter der Philatelistischen Jugend für den linken Niederrhein und betreut in Kempen neben den „Jungen Briefmarkenfreunden“ auch eine Arbeitsgemeinschaft „Rund um die Briefmarke“ an der Astrid-Lindgren-Schule.

Die Stadt Kempen liegt Klaus sehr am Herzen. Es sei seine Heimat, „lebenswert und liebenswert“. Für ihn bedeutet Heimat ein Gefühl, sich dort geborgen und zugehörig zu fühlen. Die Philatelie gehört für ihn dazu, die sich mit dem systematischen Sammeln von Postwertzeichen sowie von Belegen für die Verwendung auf Postsendungen jeglicher Art befasst. Dies sei auch eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. In der AG in der Astrid-Lindgren-Schule ist er immer darauf bedacht, auch die Inhalte des Unterrichts einzubinden.

Ob es nun um Heimatkunde, Geografie oder Geschichte geht – die kleinen Marken vermitteln allerlei Wissen. Und für die Schüler sei es toll, wenn sie diese Lerninhalte im Unterricht wiedertreffen. Besuche von Briefmarkenmessen, Besichtigungen und Stadtführungen gehören zur AG dazu.

Das gilt auch für die Tauschtage, die regelmäßig am dritten Donnerstag im Monat von 17 bis 18.45 Uhr im Kolpinghaus an der Peterstraße stattfinden. Nicht nur Briefmarken würden dann getauscht, sondern auch Wissen über Briefmarken und das Postwesen, dazu würden das historische Kempen und die Region geschichtlich mit einbezogen. Die Gruppe ist sehr aktiv, ist zum Beispiel seit vier Jahren beim Astrid-Lindgren-Tag in der Stadtbibliothek dabei.