So waren die Geschäfte früher

725 Jahre Kempen:So waren die Geschäfte früher

Der Werbering Kempen unterstützt das Jubiläumsfest der Klingenden Altstadt und gibt in den Schaufenstern Einblicke in die Vergangenheit.

Die Altstadt, ihre alten Häuser, Gassen und Plätze – auch darum kommen so viele Menschen gerne zum Bummeln und Shoppen nach Kempen. Dessen ist sich der Werbering Kempen durchaus bewusst und würdigt die Geschichte zum Jubiläum 725 Jahre Stadt Kempen mit einer besonderen Aktion in Zusammenarbeit mit den „Beldsches-Kiekern“, einer Gruppe von Ehrenamtlichen, die zur Freiwilligenagentur der Stadt gehören und sich um die Archivierung von Fotos zur Kempener Geschichte verdient machen. Alle Kempener Geschäfte haben die Möglichkeit, dort ein historisches Bild ihres Geschäfts zu erhalten. Der Optiker Marc Nentwig oder Juwelier Joachim Martens machen zum Beispiel mit und zeigen Fotos, wie ihre Geschäftshäuser früher aussah.

„Ohne Zweifel, das tolle Ambiente der Altstadt, die vielen Ecken, an denen man verweilen und die schöne Umgebung auf sich wirken lassen kann, viel Gastronomie, das ist einer der wichtigsten Gründe, warum Kempen als Einkaufsstadt so gut funktioniert“, schwärmt Werbering-Chef Armin Horst.

Daher ist das Jubiläum 725 Jahre Stadt Kempen auch für die Händler und Gastronomen ein Grund zu feiern. Am Sonntag werden die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet sein, wenn auf verschiedenen Bühnen und anderen Spielorten Musik erklingt.

Das Neue an das Vorhandene anpassen

Für die Geschäftsleute ist es aber auch gleichzeitig eine Herausforderung, Tradition und Moderne zusammenzubringen. Daher beteiligt sich der Werbering auch an dem dazu laufenden Projekt der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne in NRW, in der die Stadt Kempen Mitglied ist. Bei einem Fachdialog waren Armin Horst und Werbering-Geschäftsführer Rainer Hamm dabei und haben viele Eindrücke und Informationen mitgenommen. „Wichtig war für uns die Erkenntnis, dass nicht jedes Haus eins zu eins erhalten werden muss. Die Bedingung ist aber, dass sich das Neue an das Vorhandene anpasst.“ Die Vereinbarkeit von Denkmalschutz und den Wünschen von Investoren und Nutzern sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für Diskussionen.

Funkklingeln für ein „Barrierefreies Kempen“

Die historische Bausubstanz stellt an die Nutzer auch Herausforderungen. Barrierefreiheit ist ein Thema, das den Werbering beschäftigt hat. Einen Schritt in Richtung „Barrierefreies Kempen“ hat der Werbering mit knapp 60 Funkklingeln gemacht. Diese wurden an den Eingängen der Geschäfte mit Stufen angebracht. Seh- und Gehbehinderte, Menschen mit Rollstühlen oder Gehhilfen sowie Eltern mit Kinderwagen haben nun die Möglichkeit, per Knopfdruck Hilfe anzufordern.

Der Werbering schafft es auch immer wieder gut, zur Altstadt passende Feste auf die Beine zu stellen. Ein gutes Beispiel ist da der Handwerkermarkt, der in diesem Jahr am 12. und 13. Oktober stattfindet. Auf dem Buttermarkt zeigen Handwerker, darunter Korbflechter, Münzpräger und Gold- und Silberschmied, welche teils sehr künstlerischen Tätigkeiten und Handgriffe seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben werden.