„Die Chancen sind aktuell hervorragend“

Azubi Startpunkt Richtung Zukunft

„Die Chancen sind aktuell hervorragend“

Weil es derzeit viel weniger Bewerber als früher gibt, appelliert Carmen Bartl-Zorn von der Bergischen IHK an Schulabgänger, jetzt ins Berufsleben zu starten und nicht unnötig zu warten.

Carmen Bartl-Zorn ist Geschäftsführerin bei der Bergischen IHK und zuständig unter anderem für die Bildungspolitik.

Noch nie war die Situation für angehende Auszubildende so gut wie jetzt“, sagt Carmen Bartl-Zorn, Geschäftsführerin bei der Bergischen IHK und zuständig für den Bereich Aus- und Weiterbildung. Der Grund: Es gibt weniger Bewerber als früher. „Mussten wir früher an die Betriebe appellieren, Auszubildende aufzunehmen, so wenden sich jetzt die Unternehmen an uns mit der Bitte bei der Suche um junge Leute, die in die Ausbildung gehen, behilflich zu sein. Bartl-Zorn appelliert daher an junge Menschen, die ihre Schule absolviert haben und nun vor dem Schritt ins Berufsleben stehen: „Nicht abwarten, sondern bewerben Sie sich jetzt!“ In ein, zwei Jahren könne die Situation schon nicht mehr ganz so günstig sein wie gerade jetzt, vermutet die Expertin von der IHK. Immerhin stehen derzeit 1250 offenen Ausbildungsstellen im Bergischen Städtedreieck 1000 Bewerber gegenüber.

Für viele hat im August beziehungsweise September ja bereits die Ausbildung begonnen. Aber auch jenen jungen Leute, die noch nicht zu einer Entscheidung für ihr weiteres berufliches Leben gefunden haben, rät Bartl-Zorn, die Flinte nicht in s Korn zu werfen. „Halten Sie an Ihren Ausbildungsaktivitäten fest.“ Gerade für junge Leute, die nach der Schulzeit keine Lust auf noch weitere Theorie hätten, sei ein Ausbildung genau das Richtige. Dabei stelle eine Ausbildung keine Sackgasse dar: „Dana ch muss noch lange nicht Schluss sein“, sagt Bartl-Zorn. „Man kann sich immer noch weiterbilden.“ Und etwa als als Fachkaufmann oder Industrie. Meister einen Abschluss auf Bachelor-Niveau und als technische Betriebswirt sogar auf Master-Niveau machen. Ein toller Job, so hätten Studien festgestellt, mache einen jungen Menschen auch für einen künftigen Partner interessant. „Ein gut klingender Beruf macht attraktiv“, wie Bartl-Zorn betont.

Fast überall kann man schnell Karriere machen

Und die Chancen seien fast in allen Bereichen aktuell positiv, sieht man einmal vom Medien- und den durch Corona gebeutelten Veranstaltungsbereich ab. Gerade das produzierende Gewerbe sei ja in der bergischen Region stark vertreten. „Ob Metall, Elektro, Büro oder medizinische Berufe – überall kann man hier schnell Karriere machen.“ Oder im Einzelhandel, wo man bei der Ausbildung direkt den Handelsfachwirt mit abschließen könne und somit gute Aussichten habe, alsbald schon eine Filialleitung zu übernehmen. Dies sei natürlich gerade für Jugendliche, die gerne mit Menschen zu tun haben, eine geeignete Ausbildung. „Wer gerne im Handel tätig sei möchte, aber lieber im Hintergrund abreitet, für den ist vielleicht der Bereich E-Commerce das Richtige, also die Betreuung von Online-Portalen etwa im Reisewesen, Einzelhandel oder auch für das Online-Shoppen. DA gibt es für IT-affine Menschen viele Möglichkeiten, denn dieser Markt wächst aktuell stark an.“

Die Region um Wuppertal, Remscheid und Solingen sei aber auch sehr exportorientiert. „Hier gibt es viele Chancen etwa im Groß- und Außenhandel“, betont Bartl-Zorn. Auch die Bergische IHK berät junge Menschen in Sachen Ausbildung. Bartl-Zorn: „Verzagen Sie nicht, nehmen Sie die Beratungsangebote an!“ Die Lehrstellenbörse der IHK ist nach ihren Worten übrigens „prall gefüllt“.

Kontaktperson in Sachen Ausbildung bei der IHK ist Christine Köhler, Telefon: 0202 – 2490833

ausbildungsplatz@bergische-ihk.de