Jetzt auf den Weg machen

Azubi Startpunkt Richtung Zukunft

Jetzt auf den Weg machen

Corona hat die Ausbildungsberatung zwar erschwert, die Chancen für junge Leute sind aber gut, sagt der Leiter der Arbeitsagentur Martin Klebe.

Martin Klebe ist Leiter der Agentur für Arbeit.

Für junge Leute sieht die Situation in Sachen Berufswahl derzeit gut aus: „Es gibt mehr offene Stellen als Bewerber“, sagt Martin Klebe von der Geschäftsführung. „Wer sich jetzt auf den Weg macht, hat gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.“

So stehen allein in Wuppertal aktuell 707 offene Ausbildungsstellen 665 sogenannten unversorgten Bewerbern gegenüber. In den beiden anderen Städten des Bergischen Städtedreiecks ist die Situation ähnlich. „Problematisch ist es vielmehr für Arbeitgeber, Bewerber zu finden.“

Die Corona-Pandemie hat allerdings auch bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Spuren hinterlassen. „Die Berufsberatung war nicht so möglich wie früher“, berichtet Klebe. „Unser Ziel, mindestens einmal pro Woche einen Berufsberater in eine Schule zu senden, war natürlich in dieser Zeit nicht umsetzbar. Und wir hatten auch insgesamt weniger Zulauf.“

Niedrigschwellige Angebote eingerichtet

So hat man in der Zeit der Pandemie bei der Agentur für Arbeit auch niedrigschwellige Angebote eingerichtet wie etwa die Direktleitungen zu den Berufsberatern statt der sonst üblichen vorherigen telefonischen Terminvergabe. „Wir haben es auch mit digitale Formaten versucht“, sagt Klebe. „Aber die Jugendlichen sind diesbezüglich etwas müde. Man muss schon viel investieren, um die jungen Leute aufmerksam zu machen. „So machen wir seit Corona auch Videoberatungen, die sogar mit dem Smartphone durchgeführt werden können.“ Inzwischen sind die persönlichen Beratungsgespräche in der Agentur für Arbeit wieder möglich.

Der Einsatz der Fachberater ist aber nach wie vor erforderlich, denn es geht ja nicht nur darum, irgendeine Ausbildungsstelle, sondern auch die richtige, zum jungen Menschen und seinen Fähigkeiten passende Lehrstelle zu vermitteln. „Da haben wir Unterstützungsprogramme und bieten auch Coachings an“, berichtet Klebe.

Auf der anderen Seite wirke man auch auf die Arbeitgeber ein, etwa wenn eine Bewerbung nicht ideal ausgefallen ist. „Da sprechen wir dann mit den Unternehmern, sich vielleicht den jungen Menschen doch einmal persönlich anzuschauen, um sich ein Bild von ihm zu machen.“

Besonders gefragt sind bei den Schulabsolventen Berufe im kaufmännischen Bereich oder auch im Bereich medizinische Fachangestellte. 140 Ausbildungsberufe gibt es insgesamt im Bezirk der Arbeitsagentur. Manche Stellen sind zwar sehr gefragt, aber dafür rar gesät, wie etwa im Bereich der Tierpflege, berichtet Klebe.

Weniger zieht es junge Leute dagegen in den Fachverkauf etwa im Lebensmittel- oder Bäckereibereich. „Dabei sind dort die Chancen gut.“ Probleme, junge Auszubildende zu bekommen, haben laut Klebe vor allem Handwerk und die gewerbliche Industrie. „Das ist eher unbeliebt, aber die Möglichkeiten sind hier enorm. Gerade im Handwerk gibt es für die Jugendlichen hervorragende Perspektiven“, sagt Klebe. „Man kann seinen Meister und sich später selbstständig machen oder auch später noch zu studieren.“

Kontakte für Bewerber

Remscheid: 02191 - 4606-345
Remscheid-Berufsberatung@arbeisagentur.de

Solingen: 0212 - 2355-345
Solingen.Berufsberatung@arbeitsagentur.de

Wuppertal: 0202 - 2828-345
Wuppertal.Berufsberatung.@arbeitsagentur.de

Weiterführende Infos:

www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/startseite
(Berufsberatung)
www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nrw/ausbilungskonsens