Noch viele offene Ausbildungsplätze

Azubi Startpunkt Richtung Zukunft

Noch viele offene Ausbildungsplätze

Wer noch nicht weiß, wo es beruflich hingeht, kann sich kostenlos in zahlreichen Branchenportalen informieren.

Die betriebliche Ausbildung ist eine gute Alternative zu anderen beruflichen Möglichkeiten, sagt Jürgen Steidel von der Vereinigung Bergischer Unternehmer.

Bei den Unternehmen sind in diesem Jahr weniger Bewerbungen um Ausbildungsstellen eingegangen als früher eingegangen und viele trafen auch erst mit Verspätung ein. Das berichtet Jürgen Steidel, Sprecher der Vereinigung Bergischer Unternehmer (VBU). „Corona hat die jungen Leute verunsichert, viele haben sich daher erst spät entschieden.“ Die Folge: „Es gibt noch freie Ausbildungsplätze.“ Nicht zuletzt, weil manche Bewerbungen offenbar auch nicht so ausgefallen sind, wie die Unternehmer das gerne hätten.

Allerdings war es im vergangenen und in diesem Jahr auch kaum möglich, Kontakte herzustellen, wie Steidel berichtet. „Praktika, Berufsinformationsveranstaltungen in Schulen und vieles mehr ist ja wegen der Pandemie ausgefallen.“ Es habe zwar virtuelle Angebote wie etwa online das „Azubi-Speed-Dating“ gegeben. Steidel: „Aber das hat nicht die Breitenwirkung und ist auch kein Ersatz für das reelle persönliche Gespräch. Dabei ist und bleibt die betriebliche Ausbildung eine gute Alternative zu anderen beruflichen Möglichkeiten. Das müssen wir allerdings jedes Jahr neu mit den Jugendlichen kommunizieren.“ Steidel appelliert an die Schulabsolventen, sich jetzt noch zu bewerben. Wer noch nicht weiß, wo es lang gehen könnte, kann sich in folgenden kostenlosen Branchenportalen umschauen:

Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie haben gleich mehrere Internetportale ins Netz gestellt. Deren Dachseite MEberufe.info bietet allen Interessierten – Lehrern, Schülern, Eltern und Betrieben – einen schnellen Zugang zum passenden Multimedia-Angebot. Online sind auch viele zielgruppengerechte Infomaterialeien bestellbar. Auf den regionalen M+E Ausbildungsplatzbörsen können Betriebe freie Plätze für Ausbildung, Duales Studium und Praktika einstellen. Die Vermittlungsbörse ist auch direkt unter www.me-vermitteln.de abrufbar.

www.MEberufe.info

Das Berufsinformationsportal der deutschen Textil- und Modeindustrie informiert über Ausbildung, Studium und Praktikumsmöglichkeiten in der Branche. Beispielsweise stellen Auszubildende in kompakten Videos ihre branchentypischen Ausbildungsberufe vor. Unternehmen können Kurzprofile anlegen, in denen Ausbildungsmöglichkeiten vorgestellt und Ansprechpartner benannt werden. Die Suche ist für den Nutzer nach Regionen und Städten möglich.

www.go-textile.de

Das Chemieberufe-Portal elementare-vielfalt.de bietet jungen Leuten die Suche nach freien Ausbildungsplätzen am PC und mobil inklusive GPS-Umkreissuche. Ein „Ausbildungsfinder“ unterstützt spielerisch bei der Auswahl der Berufe. Kurzvideos zeigen authentisch das Berufsspektrum. Wahlweise stehen die gesamte Branche oder speziell mittelständische Unternehmen im Fokus. Kleinere und mittelständische Betriebe werden besonders unterstützt. Die Seite „Starte deine Ausbildung im Mittelstand“ bietet einen einfachen Weg ein Firmenprofil anzulegen.

www.elementare-vielfalt.de

Die von den Großhandelsverbänden betriebene Branchenwebsite bietet umfangreiche Informationsmöglichkeiten über die Branche und Berufsperspektiven. In einer mit der Bundesagentur für Arbeit verknüpften Stellenbörse inserieren Unternehmen Angebote für Ausbildung, Duales Studium und Praktika. Die Betriebe können sich vorstellen und weiterführende Hinweise geben. Die Kampagnenseite beinhaltet zudem einen Newsticker, der beispielsweise auf aktuelle Ausbildungsmessen und Beratungsangebote hinweist.

www.gross-handeln.de

Die Plattform des Hauptverbandes Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) präsentiert Ausbildungsberufe, Studienmöglichkeiten, Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten in der Branche. Mitarbeiter informieren per Video über Beruf und Arbeitsalltag. Eine persönliche Beratung können Interessenten per Email oder Messangerdienste bei Bildungsexperten des Verbandes einholen. Der Unternehmensfinder zeigt Steckbriefe von Mitgliedsunternehmen mit Ausbildungsangeboten auf regionaler Ebene.

www.karriere-papier-verpackung.de


Ausbildung in Teilzeit möglich

Infos in neuer Broschüre des Bundesbildungsministeriums

Duale Berufsausbildungen finden in der Regel in Vollzeit statt. Wer das nicht mit seinen Lebensumständen vereinbaren kann, kann aber die Möglichkeit prüfen, einen Berufsabschluss in Teilzeit zu erwerben. Das Portal „Planet-Beruf“ der Bundesagentur für Arbeit verweist hierzu auf eine aktualisierte Broschüre des Bundesbildungsministeriums, das über die Möglichkeiten der Teilzeitberufsausbildung informiert.

Grundsätzlich steht eine Teilzeitausbildung allen offen, die sich dafür interessieren, sofern auch der Ausbildungsbetrieb zustimmt. Das betrifft unter anderem Personen, die Kinder haben, Angehörige pflegen oder im Leistungssport eingespannt sind. In der Broschüre erfahren Interessierte zum Beispiel, welche verschiedenen Modelle der Teilzeitausbildung möglich sind. So unterscheidet man das Komplettmodell, bei dem die Ausbildung von Anfang in Teilzeit absolviert wird, und das Zeitraummodell, bei dem die Ausbildung nur in Teilen mit reduzierter Arbeitszeit absolviert wird. Darüber hinaus kann man sich mithilfe der Broschüre zu weiteren Themen wie der Vertragsgestaltung, zur Vergütung und zur Berechnung der Ausbildungsdauer in Teilzeit informieren.

www.bmbf.de