Haus oder Wohnmobil?

Bauen & Wohnen:Haus oder Wohnmobil?

Was bei Tiny Houses zu beachten ist

Räder können einen großen Unterschied machen. Zumindest bei Minihäusern, sogenannten Tiny Houses. Denn ist das Haus auf einem Fahrgestell montiert, gilt es meist als Wohnwagen. Das hat Folgen für Baugenehmigung und Versicherung.

Kleine Häuser sind derzeit ein großes Trendthema. Sogenannte Tiny Houses machen das Wohnen auf engstem Raum attraktiv. Die Minihäuser sind flexibel und vergleichsweise günstig. Oft ist das Haus auch auf einem Fahrgestell montiert, was einen spontanen Ortswechsel ermöglicht. Ob Räder unter dem Haus montiert sind oder nicht, ist aber für die rechtliche Einordnung enorm wichtig.

Das Gesetz unterscheidet hierzulande klar zwischen Häusern und Fahrzeugen, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB). Für beide gelten Auflagen. Hat ein Tiny House Räder und soll auf die Straße, gilt es als Wohnwagen und muss für den Straßenverkehr zugelassen sein. Bekommen die Besitzer die Zulassung, müssen die rollenden Häuser dann auch wie Wohnwagen angemeldet, versichert, versteuert und technisch kontrolliert werden.


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Steht das Minihaus hingegen auf Dauer auf einem Grundstück, muss es dort genehmigt werden wie jedes normale Wohnhaus. Dann greift zunächst die Landesbauordnung, die bestimmte Forderungen an den Wohnraum stellt, etwa mit Blick auf Dusche, WC oder den zweiten Rettungsweg. Dazu kommen kommunale Vorgaben wie der Bebauungsplan. Darin werden zum Beispiel Hausgrößen festgelegt.

Die besten Chancen, ein Minihaus aufzustellen, hat man hierzulande auf einem Freizeitgrundstück, das nicht für Dauerwohnraum vorgesehen ist, erläutert der Verband. Wer sein Tiny House nur weniger als vier Monate im Jahr bewohnt, muss zum Beispiel nicht die Vorschriften der Energieeinsparverordnung einhalten. tmn


Drei Tipps für die Aussaat

von Gemüse-Pflänzchen

Der Frühling macht Lust darauf, Gemüse und Pflanzen auszusäen.

Wer junge Pflänzchen aussäen will, muss einiges beachten. Entscheidend sind unter anderem die drei „T“ - also die richtige Temperatur, der passende Termin sowie genügend Tageslicht. Darauf macht die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) aufmerksam. Eine Übersicht:

Tageslicht: Hinter der Fensterscheibe bekommen Pflanzen im Vergleich zu draußen nur die Hälfte an Licht. Und bei Lichtmangel entwickeln ausgesäte Pflänzchen oft lange, dünne und blasse Triebe. Gärtner sollten also besser warten, bis die Tage länger hell sind.

Termin: Der perfekte Zeitpunkt variiert je nach Gemüseart: Bei Tomaten kann man mit dem Aussäen im März beginnen, denn sie entwickeln sich schnell. Für die Aussaat von Zucchini und Kürbis reicht es, wenn man etwa vier bis sechs Wochen beginnt, bevor man sie in den Garten pflanzen will. Gurken entwickeln sich noch schneller, hier ist eine Aussaat zwei bis drei Wochen davor ausreichend.

Temperatur: Grundsätzlich mögen Pflanzen eine gleichmäßige Wärme. Ist es zu kühl, besteht die Gefahr von Fäulnis. Manche Kulturen bilden auch vorzeitige Blütenstände aus. Bei zu warmen Temperaturen können die Jungpflanzen zu dünn und lang wachsen. Damit die Saat gut aufgeht und wächst, sollten Gärtner immer die Temperaturangaben auf der Verpackung beachten. Zum Keimen brauchen viele Fruchtgemüse meist zwischen 22 bis 25 Grad. Salate sind da eine Ausnahme: Sie benötigen zum Keimen Temperaturen unter 16 Grad. Ab einer Höhe von zwei Zentimetern wachsen die meisten Gemüse-Pflanzen besonders gut, wenn die Raumtemperatur bei etwa 16 bis 20 Grad liegt. tmn


Jörissen