Mein Sprockhövel: Gevelsberger Musiker Michael Ibing

Der Sprockhöveler:Mein Sprockhövel: Gevelsberger Musiker Michael Ibing

Michael Ibing lebt seit drei Jahrzehnten in Sprockhövel. Seine musikalischen Fähigkeiten lebt er mit Trompete und Taktstock aus.

Dass der in Gevelsberg geborene Michael Ibing einmal aus vollem Herzen sagen würde: „Ich bin ein echter Sprockhöveler“ – das ist ihm wohl nicht an der Wiege gesungen worden. Allerdings: Musikalisch war seine Familie schon. Und dass er, seit er 15 Jahre alt war, immer öfter nach Sprockhövel kam, das hatte zum einen mit seinem Großonkel und zum anderen mit der Trompete zu tun.

Der Großonkel spielte dort in der Stadt- und Feuerwehrkapelle. Und fragte den jungen Michael – da war der 13 Jahre alt – ob er nicht auch Spaß daran hätte? Hatte er. Er wählte die Trompete als Instrument und seinen Großonkel zum Lehrmeister. Nach zwei Jahren nahm der ihn mit. Michael Ibing: „Zu besten Zeiten haben wir mit fünf Ibings in der Kapelle aufgespielt.“ So begann ein Weg, in dessen weiterem Verlauf es für ihn bis zur Leitung der Kapelle ging. Und schließlich 1998 Trompete gegen Taktstock tauschte.

Mit der Zeit wurde Sprokhövel immer wichtiger für Michael Ibing

Zunächst aber führten den jungen Michael die zahlreichen Auftritte der Kapelle kreuz und quer durch Sprockhövel. „Da lernt man ganz schnell jede Menge Leute kennen“, sagt Ibing. „Freundschaften entstanden. Gevelsberg wurde immer unwichtiger, Sprockhövel immer wichtiger.“ Vor 30 Jahren folgte er schließlich der Liebe und kam ganz nach Sprockhövel. „Eine gewisse Zweigleisigkeit gibt es allerdings bis heute“, sagt er schmunzelnd. In Gevelsberg arbeitet er als Kaufmännischer Angestellter. Und engagiert sich auch im Salonorchester des Städtischen Musikvereins Gevelsberg. Sein Lebensmittelpunkt aber ist ganz klar Sprockhövel, wo er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt.

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Nun scheint Ibing sich aber nicht nur musikalisch eher in der großen Formation denn als Solist wohlzufühlen. Musik an sich ist ihm natürlich wichtig. „Sie ist gut für Körper und Seele.“ Aber darüber hinaus sei es die Gemeinschaft, die ihm am Herzen liegt. Zum einen beim Musizieren: „Man versteht sich wortlos. Man hört aufeinander. Man hilft sich. Das ist schon eine Einstellung.“ Dannaber auch darüber hinaus. „Gemeinsamkeit und etwas für die Stadt zu tun“, das spiele ebenfalls eine Rolle.

Und führte zu einem ausgedehnten Engagement. Als Vorstand des Stadtkulturrings, dessen zweiter Vorsitzender er jetzt ist. Als Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit. Als Vorsitzender des Stadtmarketings. Menschen zum gemeinsamen Handeln zu bringen, an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten, das liegt ihm offensichtlich. Und in den Ergebnissen, da ist im übertragenen Sinne durchaus Musik drin: „Wenn man sich die Veranstaltungen in Sprockhövel anschaut – es ist schon toll, was da ehrenamtlich geleistet wird.“

Dass die Familie bei all den vielen Terminen nicht die Geduld mit ihm verliere, das erfülle ihn mit großer Dankbarkeit. Ohne ihre Unterstützung wäre das alles nicht möglich. Jedes gelungene Konzert hat zwei Seiten, die Musiker und das Publikum. Michael Ibing: „Ich genieße die Nähe zum Publikum, den direkten Kontakt. Man muss die Leute mitnehmen. Jeder Auftritt muss der beste sein.“ Das gilt für eher überschaubare Auftritte, etwa im Altersheim am Perthesring. Und das gilt vor vielen hundert Zuhörern in der voll besetzten Glückaufhalle. Dabei spiele einerseits die Breite des Programms eine Rolle. „Zumanderen aber auch Ehrlichkeit. Dass man keine Showvormacht, sonderneinfach man selbst ist.“ Das gilt auch für die Art und Weise, wie Ibing zwischen den Stücken von den jeweiligen Hintergründen erzählt. „Bei Euch menschelt es“, habe seine Mutter einmal dazu gesagt. Bei so einem Gemeinschaftserlebnis steckt Harmonie nicht nur in den Noten. Eine Sache der Einstellung eben, die auch in der Musik ihren Ausdruck findet. Ibing: „Und Musikmachen, das ist meine Leidenschaft.“ Martin Juhre

MEIN SPROCKHÖVEL

SERIE: In der Serie „Mein Sprockhövel“ kommen ganz verschiedene Menschen zu Wort, die von sich erzählen und von dem Ort, in dem sie leben. Es entsteht so nach und nachein immer facettenreicheres Bild der Stadt und ihrer Bewohner.

Abholung von Kühlund Großgeräten

Information

Am Freitag, 30. August, werden wieder Kühl- und Großgeräte abgeholt. Darüber informiert die Stadtverwaltung Sprockhövel. Alle Fragen rund um die Organisation der Abholungsaktion werden im Vorfeld kompetent von den zuständigen Mitarbeiterinnen in der Stadtverwaltung Sprockhövel unter der Telefonnummer 02339/917326 beantwortet. RPS