Siegermotto für das Stadtfest Sprockhövel 2020

Der Sprockhöveler:Siegermotto für das Stadtfest Sprockhövel 2020

Die Entscheidung für den Spruch des großen Stadtfestes im nächsten Jahr ist gefallen.

Ein halbes Jahrhundert gibt es 2020 den Zusammenschluss der sechs Dörfer Haßlinghausen, Niedersprockhövel, Obersprockhövel, Herzkamp (Gennebreck), Hiddinghausen und Niederstüter. Das muss gefeiert werden, so die allgemeine Meinung. Deshalb hatte die Stadt Sprockhövel auch einen Wettbewerb ausgelobt, bei dem der einprägsamste Slogan gefunden werden sollte.

70 Einsendungen gab es, und die sechsköpfige Jury hatte es nicht leicht, aus den funkelnden Geistesblitzen den geistreichsten auszuwählen. „Sprockhövel, das grüne Herz am schönsten Fleck“ machte schließlich das Rennen und setzte sich im Finale gegen gleichfalls pfiffige Vorschläge wie „50 Jahre – zusammen sind wir Sprockhövel“, „Sprockhövel – sechs Dörfer – eine Stadt“, „Sprockhövel – Heimat im Grünen“ und das vieldeutige „Zusammen. Gewachsen“ durch, das beim Ersten Beigeordneten Volker Hoven besonderen Anklang gefunden hatte. „Daraus geht hervor, dass wir gemeinsam groß und zu einer Einheit geworden sind“, fand er.

Dennoch gewann Claudia Rehage-Roses Spruch. Die pensionierte Textil-Kauffrau ist vor rund 25 Jahren nach Sprockhövel gezogen und hat ihr Herz andie grüne Stadt verloren. „Da fiel mir die Zeile relativ schnell ein, zumal die Farbe Grünmöglichst in dem Motto vorkommen soll“, verriet die Siegerin bei der Preisverteilung im Rathaus, wo neben Hoven auch Michael Ibing, Leiter des Stadtmarketings, und Michael Tollnick, Koordinator der Festlichkeiten, auf die hellen Köpfe warteten. Für die fünf besten Ideenlieferanten gab es übrigens aus der Hand von Ibing Verzehrgutscheine für die Sprockhöveler Gastronomie.

Was nun folgt, dürfte nicht weniger anspruchsvoll sein als der Motto-Wettbewerb. Seit dem 17. Juli bis zum 17. September sind grafisch begabte Bürger der Stadt aufgerufen, das Motto zeichnerisch umzusetzen. Es gilt nämlich, Flyer mit Zeichnung und Motto auszustatten und so möglichst viele Gäste in die Stadt zu locken. Gefeiert werden soll natürlich reichlich, und dabei soll jedes Fest unter dem Aspekt des Stadtjubiläums gesehen werden. So auch der traditionelle Neujahrsempfang“, erklärte Ibing. Friedemann Bräuer


Eine gelungene Premiere

Christopher Antwi-Adjei spielte gegen Bayer 04 Leverkusen.

Laufduelle gegen Shootingstar Kai Havertz. Zweikämpfe gegen Nationalspieler Jonathan Tah: Davon träumen viele Jugendliche. Christopher Antwi-Adjei erfüllte sich nun diesen Traum. Die ersten 90 Bundesligaminuten seiner Karriere waren – dem Spielsystem seines Clubs SC Paderborn geschuldet – kraftraubend. Der Mittelfeldspieler lieferte eine sehr ordentliche Partie ab. Mit einer Laufleistung von elf Kilometern, 51 Ballkontakten und 46 Prozent gewonnener Zweikämpfe hatte er seinen Anteil an der starken Mannschaftsleistung des SC Paderborn gegen den favorisierten Bayer Leverkusen.

Am Morgen nach seinem ersten Bundesliga-Spiel hat der 25-Jährige, der vor etwas mehr als zwei Jahren noch im Trikot der TSG Sprockhövel in der Regionalliga aufgelaufen war, die bittere und knappe 2:3 (2:2)-Niederlage seiner Mannschaft verarbeitet. „Aufgeregt war ich vor dem Spiel nicht, eher angespannt“, sagt er. Morgens habe er noch mit seinem Zwillingsbruder Christian, der noch bei der TSG spielt, telefoniert. Mit Blick auf die starke Leistung seiner Mannschaft, die Leverkusen lange Zeit Paroli geboten hatte, sagt er: „Ich glaube, wir haben uns ordentlich verkauft. Dass mein Kindheitstraum in Erfüllung geht, macht mich glücklich“,sagt der Profi, der auch in der Bundesliga nur kurz „Jimmy“ genannt wird.

Gleich zu Beginn wurde deutlich, dass der Flügelstürmer noch viel Respekt hat. Als er auf Linksaußen den Ball zugespielt bekam, stoppte er nach kurzem Lauf ab, spielte einen Rückpass, anstatt nach vorne durchzulaufen. „Ich wollte zwar laufen, habe aber gesehen, dass Jonathan Tah den Winkel zugemacht hat“, erklärt Antwi-Adjei. Beim zweiten Mal machte er es besser und die Aktion führte prompt zu einem Tor. Und wenn er auch in der Statistik nicht als Vorlagengeber auftauchte, waren sich alle einig, dass der Ausgleich zum 2:2 in erster Linie dem ehemaligen Sprockhöveler zu verdanken war. Am Ende hatte „Jimmy“ beim Spielstand von 2:3 sogar noch den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber am gut postierten Leverkusener Torhüter Lukas Hradecky. Erdinc Özcan-Schulz