Wo das Wasser lebt

Freizeit Magazin

Wo das Wasser lebt

Traumhafte Outdoor-Erlebnisse zwischen Flussschleifen, Klammen und Kratern in Rheinland-Pfalz

Die Moselschleife bei Kröv im Landkreis Bernkastel-Wittlich an der Mosel zwischen Traben-Tarbach und Kinheim. Fotos: Dominik Ketz, Christina Ihrlich / Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Tief ins Schiefergebirge eingegraben, windet es sich in Moselschleifen und schmiegt sich an die Ufer der Winzerorte – das Wasser wird in der Naturlandschaft von Rheinland-Pfalz zum Leben erweckt, es sprudelt, fließt und zischt. In den tiefen Vulkankratern der Eifel ruht es sich aus und an der Westerwälder Seenplatte erobert es die Natur zu seiner Auenlandschaft. Und überall wartet es nur auf Outdoor-Fans, die an ihm entlang wandern oder radeln, um es in seiner ganzen ursprünglichen Pracht zu bewundern.

Urkraft des Wassers auf dem Ahr-Radweg

Die wechselnde Landschaft aus Weinbergen, Wiesentälern und Wald sorgt auf dem Ahr-Radweg dafür, dass es auf der Tour nie langweilig wird. Der 77 Kilometer lange Radweg ist für den geübten Radfahrer genauso gut geeignet wie für Familien mit Kindern, die sich besonders über die Abschnitte auf Bahntrassenwegen freuen. Zu sehen sind auf dem Weg nicht weniger als neun Viadukte – wie die typischerweise bogenförmigen Brücken, über die einst die Eisenbahn dampfte, auch genannt werden. Die Tour beginnt an der Ahrquelle mitten im alten Ortskern von Blankenheim. Von dort schlängelt sich der Fluss bis nach Sinzig und mündet in den Rhein.

In dem mal engeren und mal breiteren Flusstal durchquert der Ahr-Radweg die Orte Müsch, Fuchshofen, Schuld und Ahrbrück. Bei Insul lohnt es sich einen Stopp zu planen, um sich das Naturdenkmal Prümer Tor anzuschauen. Allein die Urgewalt und Kraft des Wassers grub den sechs bis acht Meter breiten Spalt in die zwölf Meter hohe Felsrippe. Durch die so entstandene Lücke fuhren einst die Prümer Lehnsleute des Ahrgaus, um ihre Zehntsteuer abzuliefern. So kam die geologische Sehenswürdigkeit zu ihrem Namen. Hier im Adenauer Land hat sich der Fluss tief in das Rheinische Schiefergebirge gegraben und dabei steile Felsenwände aufgeschichtet. So entstanden auch die steilen Weinberge um Bad Neuenahr-Ahrweiler, die im „Tal der roten Trauben“ für ihre exzellenten Rotweine bekannt sind.

Tief aus der Erde bahnt sich das Heilwasser seinen Weg durch die vielen Gesteinsschichten und machte damit Bad Neuenahr-Ahrweiler mit seinen Quellen als Kurstadt berühmt. Felsen und Burgen, Wasser und Wein, Winzerdörfer und Weingüter prägen die Region.

Explosive Entstehung der Eifel-Maare

Auf dem Maare-Pfad in der Eifel von Schalkenmehren nach Strotzbüsch liegen sieben runde Kraterseen, die den ganz besonderen Reiz der Mittelgebirgslandschaft ausmachen. In keinem anderen Vulkangebiet der Welt gibt es so viele Maare wie in der Vulkaneifel. Gewaltige Explosionen und Feuer aus dem Erdinneren haben tiefe Trichter in die Erde gesprengt und Berge aufgetürmt. Der Vulkanismus hat jetzt zwar eine Pause eingelegt, ist aber längst noch nicht erloschen.

Die 35 Kilometer lange Wandertour Maare-Pfad beginnt am Schalkenmehrener Maar, das gemeinsam mit den benachbarten Seen Gemündener Maar und Weinfelder Maar die Gruppe der Dauner Maare bildet. Über Brockscheid führt der Weg weiter in das Naturschutzgebiet Holzmaar. Angler erleben an dem fischreichen Gewässer ihre schönsten Stunden. Über den Ort Gillenfeld geht es weiter zum Pulvermaar. Idyllisch liegt der See zwischen von Buchenwald bestandenen Hängen. Für die gesamte Tour, die kaum Höhenunterschiede kennt, sollte man zwölf Stunden Wanderzeit einplanen, sodass man sich die Tour in zwei Tagesetappen einteilen kann. Das empfiehlt sich besonders im Sommer, denn in den Strandbädern in Schalkenmehren und am Pulvermaar ist das Baden erlaubt und sorgt für eine erfrischende Wanderpause.

Rasante Abfahrten im Trailpark Vulkaneifel

Die Vulkanlandschaft hat auch die Mountainbiker nicht vergessen: Der Trailpark Vulkaneifel bietet ihnen auf 750 Kilometern zwischen Nürburgring und Wittlich eine große Auswahl an Strecken an, auch in Kombination miteinander. „Maare, Koulshore und Retour“ heißt eine besonders abwechslungsreiche Tour, die in Daun auf dem Maare-Mosel-Radweg beginnt und über Schotterpiste und Sprungbrett bis zum Gemündener Maar führt. Von dort geht es hinauf auf den Maarsattel zum Dronketurm mit toller Aussicht über das Gemündener und das Weinfelder Maar. In rasanter Geschwindigkeit geht es danach abwärts auf der Teufelsrutsch, eine der spektakulärsten Mountainbike-Abfahrten in der Vulkaneifel. Bevor die Kapelle am Weinfelder Maar erreicht ist, wird noch einmal Kondition auf anspruchsvollen Single-Trails in Verbindung mit den heißen Eifeltrails beim Koulshore verlangt. Um unter anderem auch genau diese Strecke zu bewältigen, pilgern einmal im Jahr rund 2000 MTB-Könner zum VulkanBike-Marathon, einem der wichtigsten Mountainbike-Marathons in Deutschland.

Familienabenteuer im Canyon des Hunsrücks

Die beiden Premiumfernwanderwege Saar-Hunsrück-Steig und Soonwaldsteig werden von 111 Traumschleifen rund um die Steige ergänzt. Die Traumschleifen sind Rundwege, bei denen einige Wegabschnitte der Steige mit einbezogen sind. So ergeben sich viele Kombinationen vom Spaziergang bis zur Tageswanderung. Ein besonderes Wanderabenteuer in abwechslungsreicher und ursprünglicher Natur verspricht zum Beispiel die Traumschleife „Baybachklamm“. Sie folgt dem quirligen Baybach, der sich tief in das Gebirge eingegraben hat, zu kleinen Wasserfällen und Schieferhöhlen. Pfade durch Buchenwald wechseln sich mit Kletterpassagen in der engen Schlucht ab, die auch als „Canyon des Hunsrücks“ bezeichnet wird.

Wo die Hunsrückhöhen allmählich ins Moseltal übergehen, dreht die nur rund neun Kilometer lange Traumschleife „Ehrbachklamm“ eine Runde durch eine wildromantische Schlucht. Wasserfälle, bizarre Felsen, uralte Bäume und historische Mühlen begleiten den Weg, der sich sehr gut für einen Ausflug mit Kindern eignet. Mit den zehn Wassermühlen im Ehrbachtal und den alten Gemäuern Schloss Schöneck, Rauschenburg und Ehrenburg verbinden sich viele Sagen und Geschichten aus alter Zeit, für deren Erzählung die geheimnisvolle Ehrbachklamm die beste Kulisse ist.

Kanufahrt auf der Lahn durch den Schiffstunnel

Mit rund 160 Kilometern Paddelstrecke zählt die Lahn zu den schönsten Kanu-Flüssen Deutschlands. Die Weite der Auenlandschaften und tief eingeschnittenen Täler wechseln sich mit den Sehenswürdigkeiten der barocken Residenzstadt Weilburg, der Domstadt Limburg und der Oranierstadt Diez ab. Die Lahnufer sind Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Im Wasser lebt eine Vielzahl von Fischen, Insektenlarven und Amphibien und auf den Sand- und Kieselbänken finden Watvögel wie der Flussläufer Nahrung. Im Röhricht brüten Rohrammer, Sumpfrohrsänger und Nachtigall ihren Nachwuchs aus, während der Eisvogel es vorzieht, in den Felswänden zu nisten.

Stromschnellen und Schleusen bieten den Kanufahrern ein variantenreiches Flussvergnügen. In Weilburg durchfahren sie außerdem Deutschlands einzigen Schiffstunnel. Er wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und ist ein einmaliges technisches Denkmal. Die erste Einstiegsstelle für Wasserwanderer befindet sich südlich von Marburg im Weimarer Ortsteil Roth. Von weitem gut sichtbare grüne Informationstafeln markieren die speziell für Wasserwanderer ausgewiesenen Ein- und Ausstiegsstellen oder Rastplätze.Familienabenteuer im Canyon des Hunsrücks

Die beiden Premiumfernwanderwege Saar-Hunsrück-Steig und Soonwaldsteig werden von 111 Traumschleifen rund um die Steige ergänzt. Die Traumschleifen sind Rundwege, bei denen einige Wegabschnitte der Steige mit einbezogen sind. So ergeben sich viele Kombinationen vom Spaziergang bis zur Tageswanderung. Ein besonderes Wanderabenteuer in abwechslungsreicher und ursprünglicher Natur verspricht zum Beispiel die Traumschleife „Baybachklamm“. Sie folgt dem quirligen Baybach, der sich tief in das Gebirge eingegraben hat, zu kleinen Wasserfällen und Schieferhöhlen. Pfade durch Buchenwald wechseln sich mit Kletterpassagen in der engen Schlucht ab, die auch als „Canyon des Hunsrücks“ bezeichnet wird.

Wo die Hunsrückhöhen allmählich ins Moseltal übergehen, dreht die nur rund neun Kilometer lange Traumschleife „Ehrbachklamm“ eine Runde durch eine wildromantische Schlucht. Wasserfälle, bizarre Felsen, uralte Bäume und historische Mühlen begleiten den Weg, der sich sehr gut für einen Ausflug mit Kindern eignet. Mit den zehn Wassermühlen im Ehrbachtal und den alten Gemäuern Schloss Schöneck, Rauschenburg und Ehrenburg verbinden sich viele Sagen und Geschichten aus alter Zeit, für deren Erzählung die geheimnisvolle Ehrbachklamm die beste Kulisse ist.

Kanufahrt auf der Lahn durch den Schiffstunnel

Mit rund 160 Kilometern Paddelstrecke zählt die Lahn zu den schönsten Kanu-Flüssen Deutschlands. Die Weite der Auenlandschaften und tief eingeschnittenen Täler wechseln sich mit den Sehenswürdigkeiten der barocken Residenzstadt Weilburg, der Domstadt Limburg und der Oranierstadt Diez ab. Die Lahnufer sind Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Im Wasser lebt eine Vielzahl von Fischen, Insektenlarven und Amphibien und auf den Sand- und Kieselbänken finden Watvögel wie der Flussläufer Nahrung. Im Röhricht brüten Rohrammer, Sumpfrohrsänger und Nachtigall ihren Nachwuchs aus, während der Eisvogel es vorzieht, in den Felswänden zu nisten.

Stromschnellen und Schleusen bieten den Kanufahrern ein variantenreiches Flussvergnügen. In Weilburg durchfahren sie außerdem Deutschlands einzigen Schiffstunnel. Er wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und ist ein einmaliges technisches Denkmal. Die erste Einstiegsstelle für Wasserwanderer befindet sich südlich von Marburg im Weimarer Ortsteil Roth. Von weitem gut sichtbare grüne Informationstafeln markieren die speziell für Wasserwanderer ausgewiesenen Ein- und Ausstiegsstellen oder Rastplätze.

Radweg entlang der fantastischen Moselschleifen

Die Mosel windet sich zwischen Trier und Koblenz in vielen Schleifen durch die Landschaft aus steilen Weinbergen, bewaldeten Hängen, schroffen Felsen und gastlichen Winzerorten an den Ufern. In Jahrtausenden suchte sich der Fluss seinen Weg durch das harte Gestein des Rheinischen Schiefergebirges und schuf dabei die vielen Moselmäander, die heute den besonderen Reiz der sich nach jeder Biegung verändernden Landschaft ausmachen.

Durch dieses einmalige Naturschauspiel führt heute, Schleife für Schleife am Fluss entlang, der Mosel-Radweg von Perl bis zum Deutschen Eck in Koblenz. Besonders beeindruckend sind die Moselmäander auf dem Abschnitt zwischen Ürzig und Eller. Dort nimmt in Kröv die Mosel Anlauf zu einer der größten Moselschleifen, in deren Scheitelpunkt die Jugendstilstadt Traben-Trarbach liegt. In Traben-Trarbach erinnern die vielen Jugendstilvillen an die wohlhabende Zeit um 1900, als der Winzerort nach Bordeaux der wichtigste Weinlieferant in Europa war. Fast die gesamte Altstadt in Traben ist dank der großen Weingewölbe mit Platz für 15000 Fuder Wein unterkellert.

Eine der schönsten Schleifen beschreibt die Mosel um den kleinen Weinort Bremm am Fuße des mit 65 Grad Steigung steilsten Moselweinberges Bremmer Calmont. Der Weinort Bremm zählt zu den schönsten Dörfern in Deutschland. Die Fachwerkhäuser schmiegen sich auf dem schmalen Stück Land zwischen steilem Weinberg und Fluss eng aneinander. Auf der anderen Uferseite steht die Ruine der Stiftskirche des Klosters Stuben. Die schönste Aussicht gibt es vom Calmonter Gipfelkreuz.

Radeln zu Wied und Weiher im Westerwald

In sanften Schwüngen sucht sich die Wied ihren Weg durch den Westerwald. Sie entspringt unter den Wurzeln einer uralten Eiche in der Nähe des Ortes Linden. Als Bach fließt die junge Wied durch den Dreifelder Weiher weiter durch den Hatterter Grund, ändert ihre Richtung in Altenkirchen und fließt zwischen bewaldeten Hügeln in südlicher Richtung nach Neuwied bis zur Mündung in den Rhein. Ihren schönen Bögen folgt der Wied-Radweg und begleitet den 100 Kilometer langen Flusslauf durch die Auenlandschaft des romantischen Wiedtals im Naturpark Rhein-Westerwald von Ost nach West quer durch das Mittelgebirge. Der Radweg beginnt am Bahnhof Rotenhain und führt zuerst zur Wiedquelle. Im Tal der jungen Wied fährt es sich gemütlich bis zum Dreifelder Weiher, dem größten See der Westerwälder Seenplatte. Er lädt zum Baden und Bootfahren ein. Rund um den See führt ein rund 20 Kilometer langer Radweg zu dem benachbarten Brinkenweiher und zum Postweiher sowie zu einem Abenteuerspielplatz für Kinder. Vorbei am Hoffmannsweiher geht es zurück zum Ausgangspunkt am einladenden „Haus am See“, wo man auf der Terrasse eine Rast mit wunderschönem Seeblick genießt.

Kontakt:

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Löhrstraße 103-105
56068 Koblenz
E-Mail: info@rlp-tourismus.de
Telefon: 0261/91520 0

Weitere Informationen

Deine Goldene Zeit in der Schatzkammer Rheinland-Pfalz

Ob Wandern, Wein oder Wellness – mehr an Inspiration zu Urlaubszielen, Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen bietet die Webseite www.rlp-tourismus.de/goldene-zeit

Wandertouren und Radwege im Tourenplaner

Weitere Infos zu den Rad- und Wanderwegen bietet der Tourenplaner Rheinland-Pfalz. Hier können Routen recherchiert, geplant und gespeichert werden. Ein guter Begleiter auch auf der Tour selbst.
www.tourenplaner-rheinland-pfalz.de