Tischlerhandwerk auch in der Krise gefragt

Handwerk in Wuppertal

Tischlerhandwerk auch in der Krise gefragt

Obermeister Thomas Landsiedel beobachtet zunehmende Digitalisierung

Thomas Landsiedel, Obermeister der Wuppertaler Tischlerinnung, freut sich, dass im ersten Corona-Jahr die Aufträge trotz der Krise nicht zurückgegangen sind.

Alex Kollock Jun.

In der Corona-Krise beginnen die Menschen ihr Zuhause mit anderen Augen zu sehen. Weil sie im Lockdown im Homeoffice sitzen, fangen sie an, Pläne zu schmieden. „Viele Kunden haben in den vergangenen Monaten beschlossen, ihr Zuhause umzubauen“, erzählt Thomas Landsiedel, Obermeister der Wuppertaler Tischlerinnung, „und das fällt dann natürlich nicht zu unserem Nachteil aus.“ Wo plötzlich nicht mehr genug Stauraum bestand, schufen die heimischen Tischler Schranklösungen. Wo Menschen auf einmal feststellten, dass die Fenster zwar geschlossen waren, es aber trotzdem zugig blieb, da bauten die Fachleute der Tischlerinnung neue Fenster ein. Und wem seine Haustüre nicht mehr gefiel, der konnte ebenfalls beim Tischler seines Vertrauens anrufen und nach neuen Möglichkeiten Ausschau halten. Dazu kamen vor allem während des Frühsommers viele Kunden, die sich neue Terrassenlösungen wünschten, um möglichst viel Zeit im Freien verbringen zu können – und auch in diesen Fällen hatte das Tischlerhandwerk Ideen parat. „Unser Handwerk ist einfach sehr vielseitig“, sagt Landsiedel, „es geht ja längst nicht mehr nur um Holz.“

Das Ergebnis: Die heimischen Tischler stellten im ersten Corona-Jahr fest, dass die Aufträge trotz der Krise nicht zurückgingen. „Auf unsere Art zu arbeiten, hat die Pandemie allerdings schon Einfluss genommen“, berichtet der Obermeister. Zum Schutz der Kunden und zum eigenen Schutz wird schon bei der Terminvereinbarung darauf geachtet, dass nicht zu viele Menschen zusammenkommen. Die Handwerker tragen Maske, es wird penibel auf die Einhaltung der Abstandsregelungen geachtet. „Viele von uns mussten bei der Terminplanung etwas umstrukturieren“, sagt Landsiedel, „aber das lässt sich inzwischen händeln.“ Anderen Handwerkszweigen gehe es da deutlich schlechter, erinnert der Obermeister und denkt zum Beispiel an die Friseure. In seiner eigenen Branche sei es nur ganz vereinzelt zu Kurzarbeits-Regelungen gekommen. „Wo sie nötig wurden, floss das Geld vom Staat allerdings nicht zügig“, beklagt der Obermeister.

Einflüsse hat die Krise auch auf das Lehrjahr, das im Herbst begann – das Handwerk hatte die Möglichkeit, wegen der Pandemie den Ausbildungsstart bis in den Dezember zu verlegen. Sowohl die Ausbildungsbetriebe als auch Berufsschullehrer und Lehrlinge würden die Unsicherheiten in Corona-Zeiten wahrnehmen und Unterrichtsausfälle hinnehmen müssen. Dazu komme, dass die Bereitschaft der Tischler, Auszubildende einzustellen, zurückgehe. Das habe wohl mit unsicheren Zukunftsaussichten zu tun. Außerdem sei die Herausforderung, für einen Tischler, einen Azubi einzustellen eine andere als bei großen Konzernen, die spezielle Ausbildungsabteilungen haben. „Also haben wir viel Werbung gemacht und versucht, Anreize zu schaffen, damit Ausbildungsplätze entstehen“, erzählt Landsiedel.

Tischlerhandwerk bei jungen Leuten gefragt

Die Nachfrage sei nämlich nach wie vor groß. Insgesamt 32 junge Tischler haben im vergangenen Jahr ihre Ausbildung in heimischen Betrieben begonnen. „Damit sind wir sehr zufrieden“, sagt der Obermeister. Das Tischlerhandwerk habe bei jungen Leuten noch gute Karten. Es gelte auch wegen seiner kreativen Möglichkeiten als attraktiv. „Wir sind ein gestaltendes Handwerk“, erinnert Landsiedel.

Der Nachwuchs bringe gerne seine Ideen ein, baue gerne und schätze die Möglichkeiten, nach der Meisterschule eine Selbstständigkeit auf den Weg zu bringen. Und die Innung bemüht sich um die jungen Leute – wie auch auf der Internetseite: born2btischler.de


Harmonie zu Hause

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• Termine sind nach vorheriger telefonischer Vereinbarung und unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen jederzeit möglich.