Von E-Mobilität bis zum Smarthome

Handwerk in Wuppertal

Von E-Mobilität bis zum Smarthome

Obermeister Ingo Kursawe über Neuerungen für die Elektroinnung

Die Wuppertaler Elektroinnung ist bestens für das Smarthome gerüstet, berichtet Ingo Kursawe.

An den letzten Urlaubstagen schweifen die Gedanken schon nach Hause: Die Heizung fährt während der eigenen Abwesenheit nur mit halber Kraft. Um es bei der Rückkehr aus dem Urlaub trotzdem gemütlich warm zu haben, braucht es nicht mehr als das Smartphone. Mit wenigen Tastendrücken bekommt die Heizung aus Hunderten Kilometern Entfernung die Anweisung, wieder ihren vollen Betrieb aufzunehmen. Das Zauberwort lautet Smarthome.

„Das Interesse der Kunden in diesem Bereich wächst weiter“, weiß Ingo Kursawe, Obermeister der Wuppertaler Elektroinnung. Immer mehr Menschen wünschen sich, mit dem Handy oder sprachgesteuerten Technologien im Wohnzimmerregal den Alltag zu organisieren. Das reicht von der Kaffeemaschine und dem Kühlschrank über die Steuerung der Rollladen bis hin zu Entertainment-Geräten. „Inzwischen können Hausbewohner auch von unterwegs überprüfen, ob sie ihre Fenster geschlossen haben“, sagt Kursawe.

Damit Bewohner aber mit ihren Elektrogeräten ins Gespräch kommen können, braucht es den Fachmann. „Wie sind auch in diesem Bereich inzwischen perfekt aufgestellt“, sagt der Obermeister mit Blick auf die heimischen Betriebe. Mitarbeiter seien geschult. Über immer neue Finessen und aktuelle Möglichkeiten halten sich die Fachleute auf dem aktuellen Stand. Und so haben die heimischen Elektro-Fachleute im vergangenen Jahr in vielen Neubauten für die entsprechende Technik gesorgt, um das eigene Zuhause in ein Smarthome zu verwandeln. „Aber auch die Nachrüstung im Altbau ist kein Problem mehr“, sagt der Obermeister.

Neben dem Smarthome-Bereich gab es im vergangenen Jahr auch beim Thema E-Mobilität viele Einsätze für die heimischen Elektro-Fachleute. Weil es staatliche Förderprogramme für die Installation von Wallboxen zum Aufladen von E-Autos gibt, steigen die Anfragen. Auch im Bereich Photovoltaik gab es für das Handwerk viel zu tun. „Wir halten uns über neue Entwicklungen ständig auf dem Laufenden“, erklärt Kursawe und denkt dabei zum Beispiel an Speichermöglichkeiten für Energie.

Und so sei auch im vergangenen Jahr die Auftragslage unverändert geblieben. Die Pandemie habe auf die meisten der Kollege keinen wesentlichen Einfluss gehabt, bilanziert der Obermeister. Vereinzelt habe es allerdings auch Kurzarbeit gegeben – zum Beispiel dann, wenn große Pflegeeinrichtungen zu den Stammkunden der Betriebe gehören. Auch in der Elektro-Industrie habe die Corona-Krise gelegentlich für Einbußen gesorgt. „Unsere Arbeitsweise konnten wir der Krise schnell anpassen“, erzählt der Obermeister. Natürlich werde in den Privathaushalten streng auf die Einhaltung der Hygienevorschriften geachtet. „Zum Schutz der Kunden und zum eigenen Schutz“, erinnert Kursawe.

Nachdenklich blickt die Elektroinnung auch auf das Thema Ausbildung. „Wir haben in den vergangenen Jahren wirklich alles getan, um für unser Handwerk zu werben“, erinnert der Obermeister.

Die Teilnahme an Ausbildungsbörsen und die Besuche in den Schulen gehören längst zum festen Programm. „Im Coronajahr konnten wir natürlich nichts davon machen“, erklärt Kursawe. Ob das Einfluss auf die Zahlen genommen habe, könne er noch nicht sagen. Nach wie vor gebe es aber nicht genug qualifizierte Bewerbungen.

Auf der anderen Seite reagieren auch viele Betriebe auf die Corona-Pandemie mit Zurückhaltung bei der Einstellung neuer Lehrlinge. Noch sind die Ausbildungsverträge für die nächste Saison nicht unterschrieben. Und weil viele Betriebe erst mal abwarten wollen, wie sich die Pandemie und die Auftragslage entwickeln, würden die Vertragsabschlüsse mit Auszubildenden dieses Jahr teilweise wohl später erfolgen als sonst, mutmaßt der Obermeister.

Im vergangenen Jahr sei die Bewerbungsphase trotz Pandemie noch ganz positiv abgeschlossen worden: Ein paar mehr Azubis als im Vorjahr begannen ihre Laufbahn im Elektrohandwerk.


Regelmäßiger Blick nach oben

Schäden am Hausdach können böse Folgen haben.

Schnee, Sturmböen, Regen – das Wetter kann Spuren am Haus hinterlassen. Nicht zuletzt am Dach. Vermeintlich kleine Schäden können mit der Zeit größere Probleme verursachen. Ohne eine Reparatur besteht etwa das Risiko, dass nach heftigem Wind Dachziegel verrutschen und so Tauwasser, Regen und Schmutz ins Innere des Hauses dringen. Eine der möglichen Folgen: Schimmelbefall. Zudem sind lose Dachziegel eine Gefahr für die Allgemeinheit, schließlich können sie hinabstürzen und Menschen vor dem Haus verletzen. Dann kann es für Immobilienbesitzer teuer werden. Daher lohnt sich die regelmäßige Überprüfung des Dachs durch Profis. Ein Überblick dazu:

Wie oft sollten Hausbesitzer das Dach überprüfen?

Mindestens einmal jährlich lautet der gängige Tipp. Ratsam ist es außerdem nach Sturm, Hagel oder einem schweren Gewitter. Bei Sturmschäden müssen Hauseigentümer nachweisen, dass ein Fachbetrieb regelmäßig das Dach überprüft hat, sonst können sie haftbar gemacht werden.

Kann man das selber machen oder müssen Profis ran?

Bei der Suche nach möglichen Schäden kann man sich erst mal selbst behelfen – mit guten Fotos einer Digitalkamera, die man am Computer-Bildschirm in Vergrößerung betrachtet. Vergleiche mit vorherigen Aufnahmen liefern Hinweise, ob die Dachdeckung Schäden oder Veränderungen aufweist. Bei steiler geneigten Dächern reichen Fotos von unten. Schwach geneigte Dächer sind indes je nach Gebäudehöhe von unten nicht ausreichend einsehbar, bei Flachdächern ist dies in der Regel gar nicht möglich. Womöglich können Hausbesitzer dann Aufnahmen von den Dachgeschossen benachbarter Gebäude machen oder mit einer Drohne.

Können Hausbesitzer Reparaturen am Dach selbst erledigen?

Laien sollten die Gefahr nicht unterschätzen, vom Dach zu stürzen. Daher sollten Hausbesitzer solche Reparaturen generell Fachleuten überlassen.

Was gilt bei Solaranlagen auf dem Dach?

Nach einem Sturm oder schwerem Gewitter empfiehlt sich ebenfalls ein Check. Sollte es für die Sichtprüfung nötig sein das Dach zu betreten, sollte ein Fachbetrieb beauftragt werden.