„Wir wünschen uns viel mehr Frauen“

Handwerk in Wuppertal

„Wir wünschen uns viel mehr Frauen“

Unternehmerfrauen im Handwerk

Der aktuelle Vorstand der Unternehmerfrauen im Handwerk (v. l.): Brigitte Spielhoff (Beisitzerin), Sandra Krönung (Beisitzerin), Birgit Krüger (1. Vorsitzende), Irene Gatzmaga-Oxenfart (Schriftführerin), Brigitte Marquardt (Geschäftsführerin), Regina Dicke (2. Vorsitzende). Foto: Freistil Fotografie

Die starke Gemeinschaft im Bergischen engagiert sich für Kolleginnen, Arbeitgeberinnen und weiblichen Azubi-Nachwuchs.

Die Mechatronikerin, die Schreinerin, die Dachdeckerin: Zwar ist es zunehmend selbstverständlicher geworden, dass sich gerade junge Frauen für eine Karriere in vormals klassischen Männerberufen entscheiden.

Doch es könnten nach wie vor deutlich mehr sein, wie auch Birgit Krüger und ihre Kolleginnen im Bergischen finden, die sich zu den „Unternehmerfrauen im Handwerk“ zusammengeschlossen haben. Eine starke Gemeinschaft, die sich unter anderem für Kolleginnen, Arbeitgeberinnen und weiblichen Azubi-Nachwuchs einsetzt. Mehr als 25 Jahre gibt es den Verein bereits, „leider konnte die Jubiläumsfeier coronabedingt bisher noch nicht stattfinden, bedauert Birgit Krüger. „Aber das werden wir dieses Jahr endlich nachholen.“ Neben vielen Online-Aktivitäten und einigen wenigen persönlichen Treffen habe im vergangenen Oktober immerhin in Hannover die Bundesverbandstagung mit Neuwahlen stattfinden können, so Krüger: „Dabei wurde von unserem Bundesverband das Projekt ‚Handwerk ist hier auch Frauensache‘ vorgestellt. Das ist eine Idee unserer vorherigen Vorsitzenden Heidi Kluth, sie hat das in Zusammenarbeit mit ihrem Vorstand ausgearbeitet. Und dieses Projekt wird nun auch von der neuen Bundesvorsitzenden der Tatjana Lanvermann fortgeführt.“ Konkret geht es um Frauen-Förderung: „Firmen, die bei uns, bei den Unternehmerfrauen im Handwerk, Mitglieder sind und sich dafür einsetzen, mehr junge Frauen und Mädchen ins Handwerk zu bekommen, können sich bei unserem Bundesverband um ein entsprechendes Zertifikat bewerben.“ Und damit nach innen und außen signalisieren, dem weiblichen Nachwuchs gegenüber offen zu sein und ihn zu fördern. Geleichzeitig freuen sich die aktiven bergischen Damen über weitere Mitglieder und setzen auf den Zusammenhalt in den vielfach familiär geprägten Unternehmen. „Auch und jetzt, gerade in der Corona Zeit hat es sich gezeigt, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern und Unternehmern ist, wie man in einem Familienbetrieb zusammenhält, dass man aufeinander Acht gibt und sich verantwortungsvoll verhält.“

Die Vereinsarbeit sei in den vergangenen zwei Jahren wie bei vielen anderen Gemeinschaften auch schwierig gewesen, „Präsenz und der persönliche Kontakt sind einfach unerlässlich“, sagt Birgit Krüger, „sonst menschelt es nicht.“ Vorträge und Schulungen seien als online-Veranstaltungen ideal, doch Gespräche und der Austausch viel zu kurz gekommen. Insofern freuen sich auch die Unternehmerfrauen im Handwerk darauf, „dass hoffentlich bald ein paar Aspekte des Vereinslebens wieder möglich sein werden, die zu lange auf der Strecke geblieben sind“.

Weitere Informationen zum Zertifikat gibt es auch im Netz auf der Website der Unternehmerfrauen im Handwerk. kas

www.ufh-bv.de