Smart Tec Campus: Zukunftsweisende Lösungen „made in Wuppertal“

Starke Partner im Bergischen

Smart Tec Campus: Zukunftsweisende Lösungen „made in Wuppertal“

Das zukünftige Smart Tec Zentrum auf Lichtscheid ist ein Modellprojekt für nachhaltige und klimagerechte Gewerbeentwicklung. Das Konzept stößt bei Unternehmen auf starkes Interesse.

Mit einem Anschluss ans Glasfasernetz, Ladestationen für E-Fahrzeuge, der Anbindung an das Fernwärmenetz und anderem mehr bietet der neue Smart Tec Campus Unternehmen eine hochmoderne Infrastruktur und somit beste Voraussetzungen für eine Ansiedelung.

Das Zitat vom Standort mit „überregionaler Strahlkraft“ wurde schon oft bemüht, wenn Stadt und Wirtschaftsförderung von den Plänen für den neuen Smart Tec Campus berichteten. Das angepeilte Kompetenzzentrum für Unternehmen aus innovativen Technologiefeldern soll dem Wirtschaftsstandort Wuppertal über die Grenzen hinaus neuen Glanz verleihen – ein ehrgeiziges Ziel. Um dieses zu erreichen, stellen die Projektverantwortlichen selbst hohe Ansprüche an die Entwicklung des Standortes.
    

Nachhaltige und klimagerechte Gewerbeentwicklung

Der Smart Tec Campus ist ein städtisches Modellprojekt für eine nachhaltige und klimagerechte Gewerbeentwicklung. Bei der Aufbereitung der circa 19 500 Quadratmeter großen Fläche und den darauf geplanten Neubauten werden strenge ökologische Maßstäbe angesetzt. Die verwendeten Baumaterialien werden recyclebar sein. Grünflächen werden erhalten oder neu geschaffen. Dabei sind Architekturlösungen wie Dach- und Fassadenbegrünung mehr als nur erwünscht. Anhand eines Musterkatalogs werden die Entwürfe auf ihren ökologischen Wert geprüft. Je mehr Punkte ein Entwurf erfüllt, desto besser sind die Chancen der Unternehmen, ein Grundstück auf dem Campus erwerben zu können.

Parkett Dietrich GmbH & Co. KG

Die hohen Anforderungen wirken aber keineswegs abschreckend, so Rolf Volmerig von der Wirtschaftsförderung: ,,zukunftsorientierte Unternehmen beschäftigen sich selbst viel mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz und haben diese Themen oft fest in ihren Unternehmenswerten verankert. Daher haben viele schon von sich aus hohe Ansprüche an einen neuen Standort. Wenn wir hier Übereinstimmungen finden, ist das ein guter Schritt, um die angestrebte Qualität auf dem Smart Tec Campus zu erreichen“.

Moderne Infrastrukturen sollen den Unternehmen beste Voraussetzungen bieten. Der Anschluss ans Glasfasernetz sorgt für schnelle und zuverlässige Kommunikation sowie Datenverarbeitung. Auf den Parkflächen, deren Oberflächen nicht versiegelt werden, entstehen Ladestationen für E-Fahrzeuge. Die Anbindung an das Fernwärmenetz ermöglicht eine zentrale und ökologische Wärmeversorgung.

Recycelbare Baumaterialien, Dach- und Fassadenbegrünung, viele Grünflächen und nahezu keine Oberflächenversiegelung: Der neue Campus wird nach strengen ökologischen Kriterien angelegt.
Recycelbare Baumaterialien, Dach- und Fassadenbegrünung, viele Grünflächen und nahezu keine Oberflächenversiegelung: Der neue Campus wird nach strengen ökologischen Kriterien angelegt.

Neue Arbeitsplätze in zukunftsfähigen Branchen

Aber auch an die ansiedlungswilligen Unternehmen werden Anforderungen gestellt. Neben der eindeutigen Zuordnung zu modernen Technologiefeldern ist das wichtigste Kriterium die Arbeitsplatzdichte. Mindestens 15 Beschäftigte pro 1000 Quadratmeter Fläche, heißt die Regel. Ein Beispiel: Wenn eine Firma ein Grundstück mit 3000 Quadratmetern erwirbt, müssen dort mindestens 45 Vollzeit-Beschäftigte arbeiten. Die Stadt will damit neue Arbeitsplätze in zukunftsfähigen Branchen mit Wachstumspotenzial gewinnen.

Mit den hohen Anforderungen an die Umsetzung des Projektes und an die Käufer soll die Qualität des Campus sichergestellt werden. Bisher scheint das Konzept aufzugehen. Die Wirtschaftsförderung führt bereits erste Gespräche mit Interessenten.

„Wir haben Kontakt zu einigen spannenden lokalen und überregionalen Unternehmen. Daher sind wir mit dem Start der Vermarktung zufrieden“, sagt Martin Lietz, der bei der Wirtschaftsförderung für die Begleitung gewerblicher Ansiedlungen zuständig ist.

Baustart ist für das erste Quartal 2022 geplant

Die Fläche an der Lichtscheider Straße, auf der bis vor Kurzem noch das Gebäude der Bergischen Sonne stand, wird in sieben bis acht Segmente aufgeteilt. Die 2500 bis 8500 Quadratmeter großen Grundstücke können bereits erworben werden. Der Baustart ist für das erste Quartal des kommenden Jahres geplant.

Neben dem Bau eigener Immobilien gibt es für kleinere Unternehmen und Start-ups ein Mietkonzept. Dazu wird ein Investor einen Neubau realisieren und die Büros an mehrere Firmen aus dem Smart Tec Umfeld vermieten.

Sich auf dem Smart Tec Campus einzumieten könnte sich beispielsweise die WETOG GmbH vorstellen. Das Start-up mit rund 25 Beschäftigten konzentriert sich auf die Entwicklung sicherer und datenschutzkonformer Kommunikationslösungen. Der Smart Tec Campus wäre eine Option, um die Forschungsabteilung auszulagern, verrät Geschäftsführer Sebastian Zimnol: „Wir arbeiten im komplexen Themenfeld der Verschlüsselungstechnologien. Die Nähe zur Universität und die Kooperation mit weiteren ansässigen Firmen bietet uns hohe Synergieeffekte. Deshalb ist der Smart Tec Campus für uns hochinteressant.“

Vernetzung, Kooperationen und innovative Projekte

Damit bringt Zimnol einen weiteren Grundgedanken zum Smart Tec Campus auf den Punkt. Es soll ein Ort für Vernetzung, Kooperationen und innovative Projekte werden – und zukünftig digitale Lösungen „made in Wuppertal“ hervorbringen.