Ein Mehrwert für Mitarbeiter und Natur

Starke Partner im Bergischen:Ein Mehrwert für Mitarbeiter und Natur

Vorwerk hat in den vergangenen Jahren in größere Infrastrukturmaßnahmen investiert und dafür auch eine Nachhaltigkeitsstrategie etabliert. Zu einem Gesamtpaket gehörte auch der Ausbau des Standorts in Laaken.

Es ist sicherlich ein prägender Neubau am Ufer der Wupper. Das neue Forschungs- und Entwicklungsgebäude, in dem auch die Verwaltung ihre Büros bezogen hat, erstreckt sich über mehrere hundert Meter und auf fünf Etagen entlang des Flusses. Der Komplex bietet eine Gesamtfläche von rund 14000 Quadratmetern und wurde zwischen April 2017 und Mai 2019 errichtet. Anschließend bezogen die Mitarbeiter sukzessive ihren neuen Arbeitsplatz. Ein Großteil derer ist direkt zur Wupper ausgerichtet. 

„Bei der Planung war uns unter anderem die Anordnung von Fensterflächen in Richtung Wupper sowie die Ufergestaltung wichtig“, sagt Dirk Oliver Zöller, Leiter Technische Dienstleistungen bei den Vorwerk Elektrowerken in Wuppertal.

Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände e. V. – VBU®

Gleiches Ansinnen verfolgte das Unternehmen für das zweite große Bauprojekt an dieser Stelle: ein neues Elektromotorenwerk mit rund 22 000 Quadratmetern Gesamtfläche auf zwei Fertigungsebenen inklusive vollautomatischem Hochregallager und zentralem Logistikweg. In die Planungen eingebunden waren mehrere Umweltbehörden auf kommunaler und Bezirksebene sowie der örtliche Bürgerverein, außerdem beauftragte Vorwerk eine ökologische Baubegleitung, um den Wupperabschnitt auf dem Werksgelände zu renaturieren und neu zugestalten. „Auf einer Strecke von circa 900 Metern hat die Wupper ein lebendigeres und abwechslungsreicheres Flussbett erhalten. Es wurde verbreitert und es sind unter anderem kleine Inseln- und neue Uferbefestigungen aus Naturstein geschaffen worden“, erzählt Zöller. Hierdurch haben sich die Lebensbedingungen für Fische und Kleinlebewesen verbessert, aber auch die Mitarbeiter schätzen den Mehrwert- und nutzen vielfältig die Naherholung in der Natur.

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Neubau bietet noch Optionen zur Weitergestaltung
Aspekte von Umweltschutz und Nachhaltigkeit wurden bei diesem Großprojekt natürlich auch innerhalb der eigenen vier Wände verfolgt. „Neben hocheffizienten Gebäudehüllen, LED-Beleuchtung und intelligenter Steuerung über eine sogenannten Gebäudeleittechnik ist vor allem das Thema Kühl- und Wärmeenergie nachhaltig geplant und ausgeführt worden“, berichtet Zöller. Ein flexibles Raster beider Gebäudekomplexe lässt zudem bei Bedarf einige Optionen zur Weitergestaltung zu.


„Das neue Gebäude bietet flexible Bürostrukturen, zum Beispiel Open Space mit diversen Rückzugsmodulen“

Dirk Oliver Zöller
Leiter Techn. Dienstleistungen


Die Investitionen in die Standorterweiterung in Wuppertal-Laaken tragen den gestiegenen Anforderungen einer modernen Fertigung Rechnung. Auch sollten Forschung und Entwicklung mit der Produktion gebündelt an einem Ort ansässig sein. Im Oktober 2019 waren alle Umzüge abgeschlossen, und die ersten Erfahrungen bestätigen die Ziele des Vorhabens und stellen die Verantwortlichen zufrieden. „Durch die Konzentration unserer Tätigkeiten in Forschung, Entwicklung und Verwaltung an einem Standort fallen für die meisten Mitarbeiter Transferzeiten für Meetings und ähnliches weg. Zuvor lagen beide Standorte gut fünf Autominuten voneinander entfernt. Das neue Gebäude bietet zudem neben erweiterten Test- und Laborräumen flexible Bürostrukturen, zum Beispiel Open Space mit diversen Rückzugsmodulen. Diese Strukturen ermöglichen ein deutlich agileres Arbeitsumfeld. Darüber hinaus haben wir unsere Mitarbeiter in die Planung der Innenraumgestaltung einbezogen. Auf diese Weise haben wir eine positive Akzeptanz für die neue Arbeitsumgebung erzielt“, sagt Dirk Oliver Zöller. Im Motorenwerk ist durch die optimierte Logistik und den neu geschaffenen Freiraum in der Fertigung die Produktivität deutlich verbessert worden. „Darüber hinaus unterstützen die fertigungsnahen Teambüros die Kommunikation und beschleunigen somit auch den Informationsaustausch“, weiß Zöller.

Thermomix und Staubsauger Kobold kommen aus Wuppertal
Mit rund 2600 Mitarbeitern am gesamten Standort Wuppertal gehört Vorwerk zu den größten Arbeitgebern der Region. Die Elektrowerke sind zudem der größte Produktionsstandort in der Vorwerk Gruppe. Hier werden die Motoren für die gesamte Produktpalette des Global Players produziert und weitere wichtige Komponenten für die wohl bekanntesten Haushaltsgeräte aus seinem Portfolio, dem Thermomix und den Staubsauger Vorwerk Kobold VK200.


Der Geist des Silicon Valley in Wuppertal

Von einem Besuch im berühmten Zentrum für Innovation und Fortschritt hat die E/D/E eine eigene Start-up-Idee mitgebracht.

Zu ihrem ersten Messeauftritt beim Branchentreff total in Leipzig brachten Frederik Diergarten, Christina Fendt, Thilo Brocksch, Karl Grohe, Andreas Schröter und Norman Koerschulte vom PVH Future Lab (von links) als Highlight eine Drohne aus dem 3D-Drucker mit.
Zu ihrem ersten Messeauftritt beim Branchentreff total in Leipzig brachten Frederik Diergarten, Christina Fendt, Thilo Brocksch, Karl Grohe, Andreas Schröter und Norman Koerschulte vom PVH Future Lab (von links) als Highlight eine Drohne aus dem 3D-Drucker mit.

Einen steten technologischen Fortschritt erlebt die Weltwirtschaft spätestens seit Beginn des vergangenen Jahrtausends. Die Digitalisierung gestaltet eine Ära davon, und sie wird das Unternehmertun in allen Bereichen noch über lange Zeit und immer wieder neu herausfordern – denn auch die digitale Technik selbst entwickelt sich weiter. Entsprechend stecken hierin Chancen, die es zu entdecken und für sich zu nutzen gilt. Aus diesem Grund haben fünf Händler der E/D/E (Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH) zusammen mit der E/D/E das PVH Future Lab gegründet – eine Ideenschmiede zu der zentralen Frage, wie für Kunden ein nachhaltig technologisch getriebener Mehrwert geschaffen wird.

Die Gründung eines Start-ups in dieser Konstellation ist einzigartig in der 90 Jahre währenden Firmengeschichte der E/D/E. Ziel des unabhängigen Forschungs- und Entwicklungslabors ist es, sich auf Zukunftsthemen ausgerichtete neue Geschäftsmodelle auszudenken und in den Verbund der E/D/E einzuspeisen.

Als erste marktfähige Entwicklung des PVH Future Labs ist eine Plattform für den 3D-Druck eingeführt worden. Über „Rapid3D“ werden Konstruktionszeichnungen an angeschlossene Hersteller übermittelt und die Kunden erhalten in Echtzeit konkrete Informationen über die Machbarkeit des Projekts- und einen verbindlichen Preis. Die angebundenen Druckpartner sind nach Qualitätsvorgaben ausgesucht worden, und für die E/D/E-Händler steht ein neues Geschäftsfeld ohne eigene Investments in Maschinen und Ausstattung zur Verfügung.

PVH steht übrigens für Produktionsverbundhandel. Und für diesen hat die Wuppertaler Ideenschmiede als weiteres Projekt das Tool „sellfix Recommendations“ zur Einsatzreife entwickelt. Das auf Big-Data-Analysen und Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) basierende Modellist für den PVH maßgeschneidert und die Händler müssen sich nicht noch mit intensiver Konfiguration auseinandersetzen. Das Tool hilft sowohl dem Innen- als auch dem Außendienst, beim Thekenverkauf genauso wie im Onlineshop. Auf Basis von Millionen Kaufhistorien und Warenkörbe berechnet ein Algorhythmus für jeden Kunden individuell Artikel, die er benötigt, aber noch nicht gekauft hat.

Aktuell arbeitet man an der Digitalisierung von Bewerbungs- und Auswahlprozessen, um mit wenigen Klicks zum passenden Bewerber zu gelangen. Bei der Führung des traditionsreichen Familienunternehmens kommt das PVH Future Lab gut an. „Diese Gruppe junger Unternehmer schafft mit authentischer Leidenschaft, Begeisterung für digitale Zukunftsthemen und einer innovativen Form der Zusammenarbeit Raum für Neues. Es ist faszinierend,was daraus entsteht“, sagt Alexander Trautwein, Vorsitzender der E/D/E-Geschäftsführung. Er sichert persönlich zu, die Initiative nachhaltig zu fördern.


Rat und Hilfe für Unternehmer

VBU®-Informationen zur Corona-Pandemie

Die Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände e.V. (VBU®) informiert und berät ihre Mitgliedsunternehmen im Rahmen der gegenwärtigen Corona-Krise laufend aktualisiert insbesondere zu folgenden Themen:
• Kurzarbeit einschließlich der Erstellung von Betriebsvereinbarungen
• Erleichterungen bei der Arbeitszeit
• Arbeitsbefreiung von Arbeitnehmern zur Betreuung gesunder oder erkrankter Kinder
• Entgeltfortzahlungsansprüche bei Arbeitsbefreiungen
• Sonstige Entgeltfortzahlungsansprüche von Arbeitnehmern
• Verlegung von bewilligten Urlauben
• Auswirkungen der großzügigen Praxis bei Erstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen
• Arbeitsrechtliche Auswirkungen von Quarantänesituationen und sonstigen Maßnahmen von Behörden
• Zu ergreifende Schutzmaßnahmen im Unternehmen
• Auswirkungen auf die Fahrt zur Arbeitsstätte
• Datenschutz

Alle Informationen werden für die Mitgliedsunternehmen im internen Arbeitgeber-Net gebündelt. Ferner wurde ein „VBU® Wissen“ zum Thema erstellt, in dem die wichtigsten Fragen beantwortet werden. Derzeit umfasst es bereits 50 Antworten. Es wird ständig aktualisiert. Tipps der Woche weisen zusätzlich auf besondere neue rechtliche Entwicklungen im Arbeits- und Sozialrecht hin. Darüber hinausbietet auch Internetpräsenz www.vbu-net.de wichtige Hinweise nicht nur für Mitgliedsbetriebe.