Neue Impulse aus dem Tal der Wupper

Starke Partner im Bergischen:Neue Impulse aus dem Tal der Wupper

Wuppertal steht angesichts von Digitalisierung und Klimawandel vor großen Herausforderungen. Doch die Stadt verfügt über starke Partner: Unternehmer, die sich für die Stadt und die Region engagieren.

Das Vorhandene ist die Basis für das, was es morgen geben kann. Insofern ist Wuppertal seit jeher eigentlich ganz gut aufgestellt. Die Adressen in den Gewerbegebieten dieser Stadt decken sich in immer wieder überraschend vielen Zeilen mit dem Who-is-Who des deutschen Mittelstandes.

Das Bergische Land ist eine Tüftler-, eine Erfinderregion. Die überdurchschnittlich hohe Zahl an Patenten ist dafür ein Beleg. Aber die Topographie hat Wuppertal immer schon natürliche Grenzen gesetzt. Die Besinnung auf den schonenden Umgang mit Ressourcen zieht sie enger.Wuppertal merkt das, die Industrie spürt es.

Die Suche nach Flächen für die Ansiedlung neuer Unternehmen mit neuen Arbeitsplätzen gestaltet sich seit Jahr und Tag schwierig. Hinzu kommt, dass die Region vor einem neuerlichen Strukturwandel steht, wo der alte, das Ende der Textilindustrie, doch noch gar nicht abgeschlossen ist.

Parkett Dietrich

Das Bergische Land ist ein Erfinderland und war deshalb prädestiniert dafür, die deutsche Autoschmiede zu befeuern. Deren Zukunft ist im Wandel, und das Bergische Land wird eines der Hauptleidtragenden sein. Wieder einmal. Wissenschaftler gehen davon aus, dass jeder vierte Arbeitsplatz im Großraum Wuppertal der fortschreitenden Digitalisierung zum Opfer fallen könnte. Was die Menschen heute tun, erledigt morgen der Kollege Computer.

Wuppertal steht also wieder vor einer großen Herausforderung. Da macht es Hoffnung, dass diese Stadt über starke Partner verfügt. Sie kann auf Unternehmer setzen, die über ihre Werkstore hinaus in die Stadtgesellschaft denken, und sie kann auf Bürger bauen, die Wuppertal besser machen wollen.

Lothar Leuschen, Chefredakteur der Westdeutschen Zeitung.
Lothar Leuschen, Chefredakteur der Westdeutschen Zeitung.

Dafür ist die Nordbahntrasse ein sehr beredtes Beispiel. Dass es sie gibt, verdankt die Stadt in erster Linie dem Verein Wuppertal-Bewegung und den mehr als 1000 Mitgliedern, den Spendern und Enthusiasten, die in ihrer Freizeit Eisenbahnschienen entfernt, Müll beseitigt und Pflastersteine verlegt haben.

Es ist überhaupt kein Zufall, dass diese Wuppertal-Bewegung sich nun aufschwingt, Wuppertal eine Zukunftschance zu geben. „Circular Valley“ soll, wenn es einmal wahr geworden ist, den perfekten Wertstoffkreislauf symbolisieren (siehe Seite 8). Industrie, Produktion und Wachstum weitestgehend ohne den Verbrauch von Ressourcen, sondern mit deren konsequenter Wiederverwertung ist möglich, sagt die Wuppertal-Bewegung. Aber sie braucht Partner, sie braucht Menschen, die daran glauben, dass nach der Industrialisierung des europäischen Festlandes im ausklingenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert vom Tal der Wupper wieder ein Impuls ausgehen kann, der die Welt verändert, der sie besser macht. An die Nordbahntrasse hat am Anfang in Carsten Gerhardt nur ein einziger Mensch geglaubt. Heute erfreut sie täglich Tausende. Veränderung ist möglich, weil Wuppertal sich ändern kann.

Also Circular Valley Wuppertal? Warum nicht?

Lothar Leuschen
Chefredakteur


Vorher sehen, was man bekommt

Handwerksqualität bildet das Fundament der Passion für Parkett. In der kreativen Inszenierung von Raumgestaltung mit Holz setzt Parkett Dietrich Maßstäbe.

In 180 Ausstellungsräumen mit einer Gesamtfläche von 5600 Quadratmetern präsentiert Parkett Dietrich stilvolle Parkette und Holzböden.
In 180 Ausstellungsräumen mit einer Gesamtfläche von 5600 Quadratmetern präsentiert Parkett Dietrich stilvolle Parkette und Holzböden.

Parkett ist mehr als bloß Boden, mehr als bloß Holz. Parkett ist Tanzfläche und Lebensraum. Parkett ist das Gegenteil von Plastik.Parkett ist nachhaltig und wertsteigernd. Parkett ist das Beste, was Holz werden kann. Nach diesem Grundsatz sucht und entwickelt das Unternehmen Parkett Dietrich die schönsten Parkettböden weltweit und kreiert immer wieder neue Oberflächen und Farben. Neue Formate und Muster, die den Grundriss in subtiler Art überzeichnen und so zu überraschenden Aus- und Einsichten räumlicher Wirkung beitragen. Farben, die sich in ihrer Nuance und Schattierung immer wieder unterscheiden. Sortierungen, die es so noch nie gab. Für ein Stück Natur zu Hause.

Nur die Schönsten und Besten schaffen es in die Ausstellungen. Damit der Kunde sieht, wie schön es sich mit diesem wunderbaren Werkstoff lebt. Auch dann, wenn er im Laufe der Jahre Patina bekommt und echtes Leben zeigt. Geölt, gewachst oder versiegelt. Stark gebürstet, sägerauh oder fein geschliffen. Geräuchert, geseift, gelaugt. Naturgetrocknet oder handgehobelt. Natur pur.

Der Slogan „Verlegehandwerk seit 1918“ verweist auf die Wurzeln des Traditionsunternehmens Parkett Dietrich, das sich heute vor allem dadurch auszeichnet, dass es vieles anders macht als andere und damit in der Präsentation und Vermarktung von Parkett Maßstäbe gesetzt hat,ohne sein handwerkliches Fundament aus den Augen zu verlieren.

Das in dritter Generation von den Zwillingsbrüdern Frank und Christoph Dietrich mit ihren Ehefrauen Alexandra und Jessica geführte Familienunternehmen betreibt außer dem Stammhaus in Wuppertal inzwischen vier weitere Ausstellungen in Köln, Krefeld, Dortmund und Hamburg. Jedes Haus hat seinen eigenen Stil. Was sie eint, ist das Konzept individuell eingerichteter Wohnwelten, dass die Dietrichs schon früh aus der Modebranche für ihr Geschäft adaptiert haben. Alte Gebäude wie die ehemalige Textilfabrik in Wuppertal unterstreichen den authentischen Charme der Dietrich-Häuser.

Die Präsentation von Parkett und Holzböden erstreckt sich mittlerweile auf insgesamt 180 Ausstellungsräume mit einer Gesamtfläche von 5600 Quadratmetern. Jeden Raum haben die Dietrichs selbst eingerichtet – für Marketingchefin Alexandra Dietrich eine Herzensangelegenheit: „Diese Kompetenz müssen Sie haben, sonst ist es nicht authentisch. Wir wollen zeigen, wie schön man mit dem wunderbaren Werkstoff Holz lebt.“

Das Sortimentsspektrum reicht von Einstiegsangeboten bis zum hochpreisigen Premium-Parkett. Kunden des Verlegebetriebes sind vor allem Privatleute, gelegentlich über den Bauträger, oder auch kleinere Hotels, die eine individuelle Atmosphäre schaffen wollen. „Wir verstehen uns nicht als Edelboutique für Wohlhabende“, betont Frank Dietrich, „unser Grundverständnis ist, Parkett für alle’.“ In den Showrooms sind alle Musterflächen inklusive Verlegeleistung transparent ausgepreist. Geboten wird die gesamte Palette des Handwerks – neben dem Hauptgeschäft mit der Neuverlegung auch Renovierung, Restaurierung und Pflegeservice.

Unabhängig von der erfolgreichen Positionierung im Markt bleibt das Fachhandwerk mit festangestellten Mitarbeitern das Fundament und die Kernkompetenz des Unternehmens.

170 der insgesamt 250 Beschäftigten sind Parkettleger und Schreiner.Ein gut ausgebildetes Team gewährleistet in der Ausführung die Qualität, die Parkett Dietrich seinen Kunden in Form eines „Rundum-Sorglos-Paketes“ verspricht – darauf legt Frank Dietrich, der als Parkettlegermeister den Montagebereich verantwortet, großen Wert.