Die Erfolgsgeschichte geht weiter

Starke Wirtschaft am Niederrhein

Die Erfolgsgeschichte geht weiter

Gehören zum Krefelder Stadtbild einfach dazu: die Edeka-Filialen von Heiner Kempken

Drei Generationen Edeka-Familie: In den Lebensmittelgeschäften Kempken arbeitet auch die Familie mit.

Heiner Kempken war und ist der Landwirtschaft auf dem heimischen Hof in Neukirchen-Vluyn eng verbunden. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, in der Nachbarstadt Krefeld eine Erfolgsgeschichte als Geschäftsmann zu schreiben. Mittlerweile könnte sein zweiter Vorname „Edeka“ sein. Jetzt feiert er das 25-jährige Firmenjubiläum.

Um das Gelingen in Zahlen auszudrücken: Kempken begann seine Karriere bei Edeka 1996 in Hüls. Das Ladenlokal war 680 Quadratmeter groß, er verfügte über 24 Mitarbeiter. Werden seine sechs Geschäfte heute zusammengerechnet, kommt er auf 9200 Quadratmeter und rund 400 Mitarbeiter. Einige Millionen Kunden besuchen seine Geschäfte pro Jahr und kaufen seine Produkte, die aus der Region und aus der ganzen Welt stammen.
   

Stefan Kempken mit den Azubis Kim Günther (erstes Lehrjahr) und Dominic Fuhlbrügge (erstes Semester Dual BWL-Handel).
Stefan Kempken mit den Azubis Kim Günther (erstes Lehrjahr) und Dominic Fuhlbrügge (erstes Semester Dual BWL-Handel).

Doch zurück zum Anfang. Kempken erzählt: „Ich bin in Neukirchen-Vluyn geboren. Mein Vater Wilhelm war dort Landwirt mit Viehhaltung. Als ich ihm mit 14 Jahren eröffnete, dass ich beruflich etwas mit Tieren machen wollte – ich dachte da an Tierpfleger – beschloss er, dass ich Metzger werden sollte.“

Mit 25 kam der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung

Es sei nicht sein Traumberuf gewesen, aber er sei dem Wunsch des Vaters gefolgt, berichtet er weiter. „Mit 21 Jahren konnte ich mich als jüngster Metzgermeister in NRW bezeichnen. Vier Jahre später war der Ruf nach Veränderung in mir groß. Ich habe im Außendienst einer Handelsagentur für Edeka das Wurstgeschäft abgewickelt. Es war meine erste kaufmännische Stelle.“

Elf Jahre später hat er dann den ersten Edeka-Laden in Hüls übernommen und wenig später kam der zweite Markt in Moers-Repelen dazu. „Stets hieß die Aufgabe, aus einem schlecht laufenden ein gutes Geschäft zu machen. Das waren auch mein Ehrgeiz und Leidenschaft. Ich war nun selbstständig.“ Edeka Kempken war geboren.

Als Laden Nummer drei in Rheinberg folgte, hat er Repelen geschlossen. Dann kam der Standort Gahlingspfad hinzu. „Edeka forderte mich 2005 auf, in Krefeld durchzustarten, unter der Überschrift: ,Wir haben da noch einen, der nicht läuft.` Rheinberg gab ich also wieder ab.“ Die ganzen Jahre habe er viel Arbeit und viel Spaß gehabt, berichtet er. Das schlug sich im Erfolg nieder.

2012 zog Edeka von der Leuther Straße in Hüls in einen Neubau an der Kempener Straße. „Hochrangige Fachleute kürten den Markt zum besten deutschlandweit.“ Das Haus ist und bleibt modern, mit einer Mall, in der sich Lotto-Shop, Bäcker und Blumenladen befinden.

Groß ist Edeka am Gahlingspfad nach dem Umbau vor fünf Jahren geworden. „Auch hier haben wir eine eigene Bäckerei und Konditorei, ein hübsches Café nebenan und im Laden internationale Spezialitäten, wie Iberico-Schinken, frisch gerollte Sushi und Rindfleisch aus Australien.“

Apropos Fleisch: „Auch hier lege ich nach wie vor besonderen Wert auf Qualität. Ansonsten bieten wir so viele Produkte aus der Region ‚um den Schornstein’ an, wie es geht: Spargel, Milch, Kartoffeln, Äpfel und Beerenobst.“

Die ganze Familie mischt bei Edeka mit

Heute ist es so: Egal, wo der Kunde in der Stadt hinfährt: Edeka Kempken ist schon da. So kam 2018 sein Lebensmittelgeschäft in der Stadtmitte, im Forum an der St.-Anton-Straße, dazu. Dort hatten die Menschen lange Zeit auf die Möglichkeit gewartet, ihre Lebensmittel nahe der Wohnung zu kaufen. An der Grenzstraße führt Sohn Stefan einen Markt. Er mischt ebenso im Geschäftsleben mit wie Tochter Sabine, die sich um Buchhaltung und Personal kümmert.

Zahlreiche junge Menschen haben ihre Ausbildung bei Edeka Kempken absolviert. Aktuell sind es 35 Männer und Frauen, die dort zum Beispiel den Beruf des Metzgers, als Fleischfachverkäufer/in, oder als Einzelhandelskaufleute erlernen.

Die Erfolgsgeschichte geht weiter: „Wir planen, am Standort Traar einen neuen modernen Supermarkt am Festplatz zu eröffnen, und haben daher an der Ausschreibung der Stadt Krefeld teilgenommen. Der neue, 1600 Quadratmeter große Supermarkt soll sowohl modern, als auch ökologisch sein und in die Landschaft integriert werden. Ob das Projekt erfolgreich gestartet werden kann, soll sich bald entscheiden.“