Die Startrampe für viele Unternehmen

Starke Wirtschaft am Niederrhein

Die Startrampe für viele Unternehmen

Wer den Sprung in die Selbstständigkeit wagt, ist in Kempen gut beraten. Im dortigen Gewerbegebiet ist das Technologie- und Gründerzentrum Niederrhein beheimatet.

Das Technologie- und Gründerzentrum Niederrhein ist im Kempener Gewerbegebiet zu Hause.

Im Kreis Viersen stehen gleich mehrere Startrampen für Existenzgründer und junge, innovative Unternehmen bereit. Eins davon ist das Technologie- und Gründerzentrum Niederrhein (TZN) in Kempen. Es wurde 1995 mit finanzieller Unterstützung des Bundes und des Landes NRW im Kempener Industriegebiet neu gebaut.

Rund 5500 Quadratmeter vermietbare Fläche stehen zur Verfügung. Über 200 Unternehmen, viele davon im TZN neu gegründet, haben dort seit der Eröffnung einen optimalen Standort gefunden.

Die Anzahl der eingemieteten Unternehmen ist über die Jahre weitgehend konstant geblieben. Beim TZN in Kempen sind es 48 Firmen, das entspricht einer Auslastung von 98 Prozent. Die Anzahl der Arbeitsplätze liegt im TZN bei 220. Seit der Eröffnung sind insgesamt 203 Unternehmen ausgezogen. „Das macht deutlich, wie gut sich die Gründerfirmen unter dem Dach des TZN entwickeln und wachsen konnten“, sagt TZN-Geschäftsführer Dr. Thomas Jablonski. Entsprechend niedrig ist die Insolvenzquote der Mieterfirmen im TZN. Nur zwei Prozent mussten aufgeben. Getragen von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Viersen berät und betreut die Einrichtung nicht nur intensiv, sondern bietet besondere Serviceleistungen an.

Jan Niclas Müller ist seit diesem Jahr dort Berater für Existenzgründer.
Jan Niclas Müller ist seit diesem Jahr dort Berater für Existenzgründer.

Im TZN finden Jungunternehmer einen Unternehmensstandort mit flexiblen Büro- und Produktionsflächen. So stehen Büroflächen ab 25 Quadratmeter bis hin zu Großflächen von circa 500 Quadratmeter zur Verfügung. Flexible Wandsysteme ermöglichen dabei eine individuelle Raumaufteilung.

Für Veranstaltungen und Schulungen bietet das TZN entsprechende Seminar-, Konferenz- und Besprechungsräume. Sie können bedarfsweise entsprechend angemietet werden. Dazu kommen Ausstellungsflächen mit einem besonderen Ambiente für Produkt- und Unternehmenspräsentationen. Alles unter einem Dach. Die Infrastruktureinrichtungen wie Konferenztechnik, Hochleistungskopierer, Medienausrüstung wie Flipchart oder Beamer und dergleichen fehlen natürlich nicht.

Im TZN ansässige Unternehmen können auch die vielfältigen Serviceleistungen wie den Besucherempfang, die Hilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit, die Existenzgründungs- und Innovationsberatung als auch die kostenfreie Erfinder- und Patentberatung durch einen Patenanwalt in Anspruch nehmen. Dazu kommen die Kontakte des TZN, die jeder dort nutzen kann. Zu den Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Institutionen der Wirtschaft besteht ein effektives Netzwerk. Auch grenzüberschreitende Projekte dank guter Kontakte zum niederländischen Markt sind möglich. Das Wichtigste aber: Der Mietspiegel kommt frisch ins Leben gerufenen Unternehmen mehr als nur entgegen.

Über das Startercenter für den Kreis im TZN werden indes pro Jahr rund 700 Existenz- und Gründungsberatungen durchgeführt. Das Interesse an einer Existenzgründung ist groß. Allein im vergangenem Jahr betreute das TZN 161 externe Gründungen.

Träger der Startercenter sind kommunale Wirtschaftsförderungen, Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern. Im Kreis Viersen wird es finanziert durch die Wirtschaftsförderung Kreis Viersen. Es berät kostenfrei alle, die eine Unternehmensgründung im Kreis Viersen beabsichtigen.

Seit dem Gründungsjahr des Startercenters im Jahr 2008 wurden rund 2000 Intensiv- und knapp 10 000 Kurzberatungen durchgeführt – also gut 150 Intensiv- und über 700 Kurzberatungen pro Jahr. Daraus sind circa 1000 Unternehmen im Kreis Viersen gegründet worden. Ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor, denn auf diesem Weg sind mehrere tausend Arbeitsplätze entstanden und rund zehn Millionen Euro investiert worden.