Team IG Metall bringt Demokratie in den Betrieb

Starke Wirtschaft am Niederrhein

Team IG Metall bringt Demokratie in den Betrieb

Ralf Claessens wirbt für die Initiative Mitbestimmung

Ralf Claessens ist Geschäftsführer IG Metall in Krefeld.

Was passiert, wenn ein Autofahrer nur an einer von zehn roten Ampeln anhält? Hoffentlich keine Unfälle, und fällt man auf, gibt es – berechtigt – Sanktionen: ein Bußgeld, Punkte, Fahrverbot. 
   

Was passiert, wenn in betriebsratswahlfähigen Betrieben keine Wahl durchgeführt wird? „Leider nichts. Ist der ,Verkehr’ im Betrieb weniger wichtig als der auf der Straße?“, fragt Ralf Claessens. Er ist Geschäftsführer der IG Metall in Krefeld. 
   

Nur neun Prozent der betriebsratsfähigen Betriebe verfügten 2019 über einen Betriebsrat. Nur 40 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland haben eine betriebliche Interessenvertretung an ihrer Seite. Bananenrepublik?

Aus einem „Betriebsrätestärkungsgesetz“ wurde auf den letzten Metern der „GroKo“ ein „Betriebsrätemodernisierungsgesetz“, das, so Claessens, im Titel mehr verspreche, als der Gesetzestext halte: Wahlverfahren vereinfacht, Wahlschutz verbessert, Wahlrecht ab 16, ein bisschen Digitalisierung (virtuelle Sitzung, mobile Arbeit, künstliche Intelligenz), leichte Verbesserung bei Qualifizierung und Weiterbildung.

Betriebsräte seien „Friedensengel“. Sie sorgten für einen Ausgleich der Interessen von Arbeit und Kapital. Claessens: „Dieses ,Ehrenamt’ braucht einen guten Rechtsrahmen. Mit der Initiative Mitbestimmung will die IG Metall diesen in Betrieb, Unternehmen und im europäischen Kontext weiter entwickeln. Mitglied werden. Mitreden. Mitgestalten! Im Betrieb. Im Tarif. In der Politik. Wahl-Starthilfe gibt’s bei der IG Metall.“