Viele Wege führen zur Volksbank Krefeld

Starke Wirtschaft am Niederrhein

Viele Wege führen zur Volksbank Krefeld

Digital oder ein persönliches Gespräch in der Filiale? Die persönliche Kundenbeziehung ist und bleibt in der „Bank der Zukunft“ ein wichtiger Teil des Angebots.

Hell, modern und transparent präsentiert sich die Volksbank Krefeld. Weitere Filialen werden gerade modernisiert. Damit kommt das große regionale Geldinstitut dem Wunsch nach persönlicher Beratung nach.

Volksbank Krefeld eG

Digital, regional, persönlich - so sieht die Volksbank Krefeld der Zukunft aus. Das Online-Banking ist eins ihrer umfangreichen Angebote, aber die Mitarbeiter sind ebenso auch persönlich zu sprechen. Nicht irgendwo in einem fernen Callcenter, sondern telefonisch in Krefeld um die Ecke oder bei einem Termin in einer der Filialen. Die Volksbank feilt dabei mit weiteren Angeboten an der „Bank der Zukunft“. Wie sie aktuell aufgestellt ist und wie sie künftig aussehen wird, das stellen Stefan Rinsch, Vorsitzender des Vorstands, und André Heiner, Prokurist und Bereichsleiter Vertriebsmanagement, vor.

Wie stehen ältere Menschen nach Ihrer Erfahrung zum digitalen Banking?

Stefan Rinsch: Vorbehalte sind immer noch da. Aber wir können sie ein Stück weit entkräften. Ältere Menschen, auch Rentner, beschäftigen sich zunehmend mit digitalen Medien. Ihr Anteil ist in den letzten Jahren ebenfalls stetig gestiegen. Es ist schon fast ein Vorurteil zu sagen, ältere Menschen würden sich nicht mit digitalen Medien oder mit digitalen Services beschäftigen.

Kann man dies in Zahlen fassen?

André Heiner: Zunächst einmal nutzen neun von zehn Neukunden die Möglichkeit des Online-Bankings. In der Gesamtbank haben wir einen Anteil zwischen 60 und 65 Prozent. Das fällt bei unseren Kunden ab 60 etwas ab, aber gerade bei den Standardleistungen rund um das Online-Banking ist auch diese Kundengruppe mit 40 bis 50 Prozent schon sehr stark vertreten – Tendenz steigend.

Was ist ganz neu? Was kommt demnächst?

André Heiner: Ganz aktuell ist der völlig neue Auftritt im Online-Banking. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten. So können Kunden auf dieser Plattform Online-Prozesse starten, die dann die Grundlage für weitere Gespräche oder Vorgänge sein können.

Zum Beispiel?

André Heiner: Demnächst wird man – nach erfolgreicher Suche einer Immobilie – erste Angaben zu einer Finanzierung selbst erfassen können (zum Beispiel Obkjektangaben, Finanzierungsbedarf und Ähnliches). Anschließend kann der Kunde mittels Online-Terminvereinbarung einen persönlichen Termin mit seinem Berater buchen, der dann für ihn auf Basis der bereits erfassten Daten und im Kundeninteresse ein Angebot erstellt. Das verstehen wir als regionales Institut unter dem Begriff Omnikanal: Der Kunde sucht sich seinen Weg entsprechend seinen Bedürfnissen.

Stefan Rinsch: Die Kunden nutzen rund um die Uhr und egal wo sie sind, gerne und immer häufiger für ihren Zahlungsverkehr unsere digitalen Services. Aber bei Themen, die mehr Expertise und Qualität verlangen, kommen sie bevorzugt zum persönlichen Beratungsgespräch in unsere Filialen. Wenn man sich kennt, wird das häufig durch Video- oder Telefonberatung ergänzt. Banking ist auch in einer digitalen Welt immer noch Vertrauenssache, und dabei spielt der persönliche Berater weiterhin eine große Rolle. Das gilt ganz besonders für die wichtigen Entscheidungen, im Zusammenhang mit der Finanzierung des Eigenheims, der Vermögensanlage und des Aufbaus einer Altersvorsorge. Darum bleibt auch in einer modernen Bank die Filiale ein wichtiger Anker der Kundenbeziehung. Unsere Bank hat nach wie vor ein Gesicht. Die Zugangswege ergänzen sich, und der Kunde entscheidet, wann, wo und auf welchem Kanal er seine Bank erreicht.

Haben sich durch das digitale Banking die Öffnungszeiten geändert?

André Heiner: Wir sind in unserem KundenServiceCenter täglich von 8.15 Uhr bis 18.15 Uhr erreichbar. Und dementsprechend teilweise über die Öffnungszeiten einer Filiale hinaus. Damit sind wir noch besser erreichbar.

Mancher steht dem Digitalen aber skeptisch gegenüber. Wie versuchen Sie, deren Befürchtungen zu nehmen?

Stefan Rinsch: Wenn man sich bei der Sicherheit an gewisse Regeln hält, dann ist Online-Banking genauso sicher wie der Einkauf mit der girocard. Ganz wichtig ist, dass keine TAN– also die Freigabeziffern – an Externe weitergegeben werden, die sich telefonisch oder per Mail gemeldet haben. Wir als Bank werden niemals die Kunden anrufen und darum bitten, uns eine solche Tan mitzuteilen.

Es gibt aber auch Bezahlvorgänge, bei denen halte ich die girocard einfach an das Lesegerät. Ohne Pineingabe wird dann der Betrag verrechnet.

André Heiner: Auch das ist eine sichere Bezahlweise, zumal der abbuchbare Betrag gedeckelt ist. Bei höheren Beträgen muss man nach wie vor die PIN eingeben oder unterschreiben. Zudem ist unsere Rechenzentrale mit den höchsten Sicherheitsstandards ausgestattet. Auffällige Zahlungen werden gar nicht erst freigegeben. Stattdessen fragen wir beim Kunden nach, ob das rechtens ist.

Wird eines Tages das Bargeld aus unserem Leben verschwunden sein?

Stefan Rinsch: Es gibt Länder, in denen Bargeld inzwischen eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Schweden ist ein solches Beispiel. Bei Transaktionen liegt der Bargeldanteil gerade einmal bei sechs Prozent. In London wird der Kaffee to go, der ein paar Euro kostet, wie selbstverständlich mit Kredit- oder girocard bezahlt. In Deutschland sind wir dagegen ein bisschen hinter dieser Entwicklung zurück. Die Deutschen lieben ihr Bargeld. Darum kann ich mir nicht vorstellen, dass es ganz abgeschafft wird, auch wenn ich glaube, dass wir im digitalen Bezahlverkehr noch auf ganz andere Quoten kommen als bisher.

Wie sieht die „Bank der Zukunft“ aus?

Stefan Rinsch: Alle Kanäle, die jetzt teilweise noch ein wenig isoliert nebeneinander laufen, sind miteinander vernetzt. So sind alle Informationen von jedem Kanal abrufbar. Der Anteil an Videoberatungen wird weiter steigen. So entsteht für den Kunden ein allumfassendes Beratungserlebnis ohne Medienbrüche.