Zuverlässiger Partner in turbulenter Zeit

Starke Wirtschaft am Niederrhein

Zuverlässiger Partner in turbulenter Zeit

Sie steht der Wirtschaft am Niederrhein seit mehr als 75 Jahren zur Seite: Als regionaler Arbeitgeberverband für rund 800 Mitgliedsunternehmen zwischen Kleve und Neuss arbeitet die Unternehmerschaft Niederrhein aktuell im Akkord. Denn die Pandemie hat die Unternehmen in der Region mit voller Wucht getroffen.

„Nur eine starke Sozialpartnerschaft eröffnet die Möglichkeit zu gestalten“, betonen Vorsitzender Ralf Schwartz, Hauptgeschäftsführerin Kirsten Wittke-Lemm und der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Niederrhein, Dr. Ralf Wimmer (v.l.n.r.).

Massive Auftragseinbrüche, existenzbedrohende Liquiditätsengpässe und reißende Lieferketten haben vielerorts zu einer Ausnahmesituation geführt, wie es sie zuvor noch nie gegeben hat. Was die Wirtschaft in der Region jetzt braucht, ist ein Ausweg. Diesen will die Unternehmerschaft Niederrhein ihren Mitgliedsunternehmen bereiten. Sie will in Gemeinschaftsarbeit vom Krisenmodus zurück in den Gestaltungsmodus.

Der Verband ist Impulsgeber und Netzwerkpartner für seine Mitgliedsunternehmen und hat durch Corona zuletzt unfreiwillig einen neuen Schwerpunkt in Sachen arbeitsrechtlicher Beratung gesetzt. „Es ging und geht heute in den Unternehmen immer noch stark um Pandemie-Themen“, erläutert Kirsten Wittke-Lemm, Hauptgeschäftsführerin der Unternehmerschaft Niederrhein. „Angefangen bei der Homeoffice-Angebotsverpflichtung über Betriebsimpfungen bis hin zum Fragerecht nach dem Impfstatus eines Beschäftigten. Corona hat den Arbeitsalltag in den Unternehmen verändert und viele neue Fragen aufgeworfen.“

Auf sehr positive Resonanz bei den Arbeitnehmern ist das Impfmobil gestoßen. Schnell und unbürokratisch ließen sich dort viele gegen Corona schützen.
Auf sehr positive Resonanz bei den Arbeitnehmern ist das Impfmobil gestoßen. Schnell und unbürokratisch ließen sich dort viele gegen Corona schützen.

Interessenvertreter, Koordinator, Sozialpartner und Ratgeber

Auf diese hat die Juristin mit ihrem Experten-Team in Krefeld am Ostwall stets Antworten geliefert. Jedoch immer so, dass praktikable Lösungen für alle Seiten entstanden sind. „Schließlich sind wir nicht nur Interessenvertreter, sondern auch Sozialpartner. Wir suchen Lösungen, die sich in der Praxis unserer Mitgliedsunternehmen umsetzen lassen, ohne betriebliche Abläufe zu beeinträchtigen. Zugleich sind wir aber auch Koordinator, Ratgeber und Vermittler mit Kontakten zu Kommunen, Landes- und Bundesbehörden. Unser Pfund ist die konstruktive Zusammenarbeit mit Betriebsräten und Gewerkschaftsvertretern.“ Nur eine starke Sozialpartnerschaft eröffne die Möglichkeit zu gestalten.

Nicht reden, sondern machen!

Im Umgang mit der Pandemie hat die Unternehmerschaft Niederrhein deutlich gezeigt, dass sie initiativ wird. „Unser Angebot endet nicht bei einer arbeitsrechtlichen Beratung am Telefon zum Thema Impfen“, erläutert Wittke-Lemm. „Es geht bis hinein in die Unternehmen – im wahrsten Sinne des Wortes.“ So hat sich der Verband beispielsweise an der Impf-Aktionswoche der Bundesregierung unter dem Hashtag #hierwirdgeimpft beteiligt. „Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein sowie der AOK Rheinland-Hamburg ist die Unternehmerschaft Niederrhein in Gewerbegebiete in Kempen, Willich und Neuss gegangen und hat dort Mitarbeiter impfen lassen“, berichtet Ralf Schwartz.

Der Vorsitzende der Unternehmerschaft Niederrhein ist außerhalb seiner ehrenamtlichen Tätigkeit Vorsitzender Geschäftsführer der Lackwerke Peters in Kempen. Er erinnert sich an das große Interesse am Impf-Mobil im Kempener Gewerbegebiet. „Die Unternehmerschaft Niederrhein hat die Impf-Aktion unbürokratisch und schnell möglich gemacht. Sie hat dafür gesorgt, dass der Impfstoff zu den Leuten kommt. Genau solche niedrigschwelligen Angebote sind es, die diese Zeit braucht.“

Digitalisierung und Transformation

Die deutsche Wirtschaft habe mehr als ein ganzes Jahr verloren. „Umso schneller muss das Land jetzt an seinen Defiziten arbeiten“, findet Schwartz. Besonders der Niederrhein dürfe im Wettbewerb um die besten Wirtschafts- und Industriestandorte nicht ins Hintertreffen geraten. „Doch dazu heißt es: Dinge anpacken.“

Schließlich verändert sich die Arbeitswelt gerade enorm. „Der digitale Wandel der Gesellschaft kommt natürlich auch in der Wirtschaft an. Viele Unternehmen haben den Übergang von der analogen Technologie hin zu digitalen Innovationen bereits geschafft. Teilweise ist jedoch noch Unterstützung nötig.“ In diesen Fällen sei die Unternehmerschaft Niederrhein als verlässlicher Partner an der Seite ihrer Mitgliedsunternehmen.

So beinhalten die Weiterbildungsangebote des Verbandes neben Schulungen und Webinaren zu Rechtsfragen auch Führungskräftetrainings, die sich intensiv mit digitalen Prozessen in den Unternehmen beschäftigen. „Über unser hauseigenes Bildungswerk haben wir beispielsweise schon Seminare wie ,Virtuelles Führen – mein Team im Homeoffice‘ angeboten, was wirklich gut angenommen wurde“, erinnert sich Kirsten Wittke-Lemm.

Nachwuchsförderung gehört zu den aktuellen Herausforderungen

An Herausforderungen mangele es jedenfalls auch künftig nicht. „Neben Corona und der Digitalisierung haben wir ja noch den demografischen Wandel und das Thema Fachkräftemangel in der Region vor der Brust“, ergänzt Kirsten Wittke-Lemm. „Zugegebenermaßen keine Themen, die sich schnell vom Tisch wischen lassen“, sagt sie augenzwinkernd. „Doch auch hier sind wir dran.“

Tatsächlich hat die Unternehmerschaft Niederrhein einen starken Fokus auf Bildung, was vielfältig transportiert wird. So fördert sie seit vielen Jahren die Berufsorientierung für Nachwuchskräfte durch die Schaffung von neuen Informationsangeboten und setzt zum Beispiel mit der Chemie-Akademie – unterstützt durch CURRENTA – und dem Krefelder Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ vielbeachtete Akzente.

Neben arbeitsrechtlicher und arbeitswissenschaftlicher Beratung vertritt sie als Tarifpartner der Gewerkschaften zudem vor allem in Tarifverhandlungen die Interessen ihrer Mitglieder. „Bei der Tarifvertragsgestaltung sind wir die Stimme der Wirtschaft in der Region“, ordnet Wittke-Lemm den Verband ein. „Und das bleiben wir auch mindestens für die nächsten 75 Jahre“, sagt sie mit Blick auf das jüngst gefeierte 75-jährige Jubiläum.
 

Der Verband

Mehr als ein Arbeitgeberverband: Die Unternehmerschaft Niederrhein bietet ihren Mitgliedsunternehmen eine Kompetenz-Flatrate durch ein multiprofessionelles Experten-Team. Von arbeitsrechtlicher und arbeitswissenschaftlicher Beratung über tarifpolitische Fragen bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit und Weiterbildung – Mitgliedsfirmen bekommen bei der Unternehmerschaft Niederrhein das Rundum-Sorglos-Paket.

Aktuell wird es von rund 800 Unternehmen mit insgesamt etwa 90 000 Beschäftigten in Anspruch genommen. Verbandsgebiet ist der linke Niederrhein.