Plätzchen und Co. versüßen die Adventszeit

Stimmungsvoller Advent:Plätzchen und Co. versüßen die Adventszeit

Wenn der Duft von Sternanis, Koriander, Zimt, Gewürznelken, Piment, Kardamom und Muskat in der Luft liegt, ist die Weihnachtsbäckerei angelaufen.

Ob in der heimischen Küche Plätzchen entstehen oder die Köstlichkeiten im Fachgeschäft eingekauft werden: Ohne die süßen Naschereien würde der vorweihnachtlichen Zeit etwas fehlen. 

Rituelles Backen gab es bereits in vorchristlicher Zeit. In den mittelalterlichen Klöstern vermutet man den Ursprung der eigentlichen Weihnachtsbäckerei. Backwerk mit besonderen Gewürzen wurde zum Gedenken an die Geburt Christi gebacken, und das hat sich bis heute gehalten. 

Gewürz-Zauber der Adventszeit 

Im Café Peerbooms der Bäckerei Oomen gibt es neben den klassischen Gebäcken wie Stollen, Spekulatius, Printen, Lebkuchen und Zimtsterne auch ganz ausgefallene Schmankerl wie zum Beispiel den Weihnachtstaler. Dahinter verbirgt sich ein Mürbegebäck mit Marzipanmasse und Amarenafüllung, das weihnachtlich dekoriert wird. Etwas ganz besonders sind auch die Sternenpralinen. Es handelt sich um Pralinen in Sternenform, die mit Füllungen daher kommen, die den Gewürz-Zauber der Adventszeit enthalten.

Die Liste der weihnachtlichen Köstlichkeiten lässt keine Wünsche offen.
Die Liste der weihnachtlichen Köstlichkeiten lässt keine Wünsche offen.

Eierlikörstollen kommt dieses Jahr als Neuheit

Manfred Oomen erinnert sich gerne an Spezialitäten, die zu seiner Lehrzeit gebacken wurden. Eine davon war die Honigkuchenbombe. Es handelte sich um einen Honigkuchen, der mit einer Marzipan-Himbeerfüllung versehen war und danach mit Kuvertüre überzogen wurde. Diese süße Bombe gibt es zwar heute nicht mehr, aber dafür kreiert der Bäckermeister immer wieder Neues. Im Stollenbereich gibt es so eine ganz neue Variante und zwar den Eierlikörstollen.

Ein jeder Stollen nimmt bei Oomen nach dem Backen ein ganz spezielles Bad. Das Butterbad steht jetzt an. Das heißt, die Stollen werden einmal komplett in Butter getaucht. Erst danach folgt das Rollen in Zucker beziehungsweise das Überpudern.

„Der Stollen muss nicht liegen, wie früher immer gesagt wurde, sondern kann auch direkt frisch angeschnitten werden“, erklärt der Experte Manfred Oomen.

Die allererste Weihnachtskarte

Die weltweit ersten kommerziellen Weihnachtskarten wurden 1843 in London in einer handkolorierten Auflage von 1000 Stück gedruckt. Das Motiv zeigte drei Generationen einer fröhlich feiernden Familie, darunter stand geschrieben: „A Merry Christmas and a Happy New Year to you.“ Entworfen hatte die Karte der englische Historienmaler und Illustrator John Callcott Horsley. In Auftrag gegeben hatte sie der Staatsbeamte Sir Henry Cole. Er war ein sehr beschäftigter Mann, der einfach keine Zeit hatte, jedem eine individuelle Weihnachtsbotschaft zu schreiben. Also bat er seinen Freund Horsley, seine Idee mit einer gedruckten Karte, die man nur noch signieren musste, umzusetzen. In den 1890er Jahren wurden auch in Deutschland die ersten Weihnachtskarten verschickt. Aber beliebter waren die traditionellen Wunschblätter, Briefbogen mit gedruckten Randornamenten. Ein richtiger Verkaufsschlager wurden Grußkarten hierzulande erst nach dem Ersten Weltkrieg.