3D-Einblicke in unsere Erde

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3D-Einblicke in unsere Erde

Virtuell, digital und multimedial geht es im Oberhausener Gasometer zu – denn die Schau „Das zerbrechliche Paradies“ ist mit modernster Technik ausgestattet.

Fotos: Thomas Wolf

Ultraviolette Farbspektren, Bewegungen in Superzeitlupe, Visualisierungen von Echolot-Ortungen und Farb-Nachtsichten sowie räumlicher 3D-Sound – die Virtual Reality Installation „Inside Tumucumaque“ ist gespickt mit Hightech und ermöglicht so einen einzigartigen Blick in die unberührte Natur des größten Regenwaldschutzgebietes Tumucumaque. Die neue Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ vermittelt damit emotional und unmittelbar die Schönheit, aber auch die Fragilität unseres Heimatplaneten – basierend auf wissenschaftlichen Fakten.
 

Das zerbrechliche Paradies

Gemütlich auf einen der Hocker setzen, das Headset überstülpen und den Startbutton drücken – schon geht es los mit der furiosen Tour durch mehr als 400 Hektar Nationalpark im Nordosten Brasiliens. Vor dem Auge der Besucher eröffnet sich im Oberhausener Gasometer eine nahezu undurchdringliche Vegetation aus über 7500 Pflanzen, deren Visualisierung gemeinsam mit renommierten Wissenschaftlern des Museums für Naturkunde Berlin entwickelt wurde. Und auch künstlerisch besticht die Virtual Reality Welt: Inspiriert durch naturalistische Illustrationen des 19. Jahrhunderts und Künstler wie Albrecht Dürer verschmelzen hier analoge Maltechniken mit digitalen Methoden.
 

Wer sich schon immer gefragt hat, wie wohl die Goliath-Vogelspinne so ihren Tag verbringt oder es sich anfühlt als Pfeilgiftfrosch durch die Welt zu hüpfen kann sich freuen, denn „Das zerbrechliche Paradies“ bietet diesen fantastischen Perspektivwechsel. Spektakulär lebensecht überträgt „Inside Tumucumaque“ dabei die Wahrnehmung von exotischen Tieren als sinnliches Erlebnis auf den Menschen.

Hinauf und herab geht es dann etwa als Vampirfledermaus durch die Landschaft aus Wasserfall, Felsen, Urwaldriesen und Flusslauf – ganz nah am Ohr stets den Originalklang des Amazonasbeckens.

Erschaffen hat diese einmaligen Reiseeindrücke ein interdisziplinäres Team der Interactive Media Foundation und Filmtank in Zusammenarbeit mit Artificial Rome und dem Museum für Naturkunde Berlin unter der Leitung von Diana Schniedermeier, Ina Krüger, Patrik de Jong, Dirk Hoffmann und Florian Köhler. So ist ein immens erfolgreiches Projekt entstanden, was sich auch in den Auszeichnungen widerspiegelt: „Inside Tumucumaque“ hat neben vielen weiteren Ehrungen auch den „European Design Award“ in Gold, den „Red Dot Interface & UX Design und Illustrations“ Preis sowie den „Telly Award“ erhalten.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr – an Feiertagen und in den NRW-Ferien auch montags – geöffnet. Tickets können über den Online-Shop bestellt oder an der Tageskasse erworben werden. Der Preis für ein Erwachsenenticktet beträgt 11 Euro, ermäßigt 8 Euro. Familien (zwei Erwachsene und maximal fünf Kinder im Alter von sechs bis 17 Jahren) zahlen 27 Euro. Weitere Infos gibt es unter www.gasometer.de