Von Zelt bis Wohnmobil

Unterwegs

Von Zelt bis Wohnmobil

Urlaub im Einklang mit der Natur

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Ob Zelt, Wohnwagen oder Reisemobil – es gibt viele Möglichkeiten, Campingurlaub zu machen. Alle unterscheiden sich, hier ein paar Tipps für jede Reiseform.

Mit dem Zelt: Zelt-Urlauber lieben ihre Unabhängigkeit, möchten mit der Natur im Einklang reisen und gelten als spontan und relativ unkompliziert. Letzteres ist auch nötig, denn beim Urlaub mit Zelt und Rucksack muss man doch auf so manche Annehmlichkeit verzichten. Deshalb scheiden sich an dieser Reiseform wohl auch die Geister: Während die einen beim Gedanken an Insekten und unbequeme Isomatten dankend abwinken, schwärmen die anderen von Nächten unter freiem Himmel, der Nähe zu Natur und abschalten von der Hektik des Alltags.

Die richtige Ausrüstung ist der Schlüssel zu einem gelungenen Zelturlaub. Das fängt bei der Auswahl des Zelts an. Für einen längeren Urlaub sollte es neben den Schlafplätzen auch noch ausreichend Platz für das Gepäck bieten. Damit es auch bei Regen innen trocken bleibt, sollte das Zelt außerdem aus einem wasserdichten Außen- und einem Innenzelt bestehen. Vor allem im Herbst sollte ein warmer Schlafsack ins Gepäck. Auch wenn tagsüber noch die Sonne scheint, wird es in den Nächten schnell empfindlich kühl. Wer noch nie mit Schlafsack und Isomatte unterwegs war, sollte vielleicht nicht gleich seinen Jahresurlaub dafür reservieren, sondern es erst einmal bei einem Wochenendtrip ausprobieren. Übrigens: Wildes Zelten ist in Deutschland verboten. Da sich jedoch die straffe Organisation eines Campingplatzes selten mit dem Wunsch von Zelturlaubern nach Naturnähe deckt, wurden in vielen Bundesländern sogenannte Trekkingplätze eingerichtet. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag kann man dort sein Zelt aufstellen. Wer doch den Campingplatz bevorzugt, sollte rechtzeitig einen Platz reservieren.

Mit dem Wohnwagen sicher unterwegs

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Mit dem Wohnwagen: Das eigene Häuschen am Haken – für viele der Inbegriff von individuellem Urlaub. Die Corona-Pandemie hat dieser Reiseform noch einmal einen Extraschub gegeben. Ließen sich doch im eigenen Wohnwagen die Kontaktbeschränkungen einfach einhalten. Auf Luxus verzichten muss man längst nicht mehr. Moderne Campingplätze bieten Annehmlichkeiten, die denen von Hotels in nichts nach stehen. Wer erstmals mit Wohnanhänger verreist, sollte vorab ein entsprechendes Fahrsicherheitstraining absolvieren. Das ist zwar keine Pflicht, wird aber empfohlen. In einem solchen Training sammeln künftige Wohnwagenurlauber wichtige Erfahrungen zum Verhalten des Gefährts in Gefahrensituationen, in Kurven und beim Bremsen. Nicht zu vergessen das Thema Ladung, das bei einem solchen Training ebenfalls zur Sprache kommt. Die Strecke sollte man bereits zu Hause planen und sich Stellplätze auf Campingplätzen entlang der Route rechtzeitig reservieren. Denn wie für das Zelt gilt auch für den Wohnwagen: Wildcampen verboten. Ausnahme: Zur „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“ darf man auf Park- oder Rastplätzen für eine Nacht übernachten.

Mit dem Wohnmobil: Das Reisemobil hängt nicht hinten am Auto, sondern ist ein Komplettgefährt. Der normale Führerschein reicht dafür in der Regel aus. Wer den Führerschein der alten Klasse 3 gemacht hat (umgeschrieben auf B plus C1), darf Wohnmobile bis 7,5 t fahren. Wer „nur“ die neue Klasse B besitzt, Fahrzeuge bis 3,5 t Gewicht. Da Wohnmobile größer sind als ein normaler Pkw, führt ein herkömmliches Navigationssystem womöglich über Straßen, die zu schmal sind oder unter Brücken hindurch, die zu niedrig sind – das sollte man bei den Einstellungen beachten oder statt des Navis eine entsprechende Navigationsapp für größere Fahrzeuge nutzen.

Mithilfe einer App kann man sich übrigens für Reisemobile auch die Stellplätze auf Campingplätzen kurzfristig mieten (gilt auch für Wohnwagen und Zelte). Die Option eignet sich besonders für Spontanurlauber, die ihre Route nicht gern vorab festlegen oder so kurzfristig losfahren möchten, dass eine Vorabbuchung nicht mehr möglich ist. In der Hochsaison kann die kurzfristige Buchung per App bei beliebten Zielen jedoch schwierig werden. Und auch an Feiertagen oder langen Wochenenden gilt: lieber erst buchen und dann losfahren.