Die Urlaubsregion Hannover erwandern

Unterwegs

Die Urlaubsregion Hannover erwandern

Klimaneutral den Frühling entdecken.

Der Große Garten in Herrenhausen ist einer der bedeutensten Barockgärten Europas. Foto: HMTG, L. Gerhardts

Mit Abstand das Beste hat das Herz Niedersachsens in Frühling und Sommer zu bieten: Jetzt ist Zeit, die attraktiven Kultur- und Naturerlebnisse der Stadt und Region Hannover auf sich wirken lassen. Wandern allein, zu zweit oder mit der Familie, dabei alle Ausflugsziele nachhaltig erleben. Mit Bahn und Bus sind Stadt und Umland eng vernetzt – ideal für jede klimafreundliche Wandertour. Dazu Kunst im Vorbeigehen kostenlos anschauen sowie sich vom Deister und Steinhuder Meer betören lassen. Das ist ein Fest für alle Sinne!

Hannover hat mit einer Fläche von 640 Hektar Europas größten Stadtwald, die Eilenriede. Dort herrscht im Frühjahr buntes Treiben: Der purpurn bis violett und weiß blühende Hohle Lerchensporn, der Gefleckte Aronstab oder der Kaukasus-Lauch liefern eine farbige Pracht und stimmen auch den Geruchssinn auf Frühling ein. Ein „blaues Wunder“ ist am Lindener Berg zu erleben – Millionen von Blüten des sibirischen Blausterns breiten sich teppichartig aus. Ein Genuss sind obendrein die ganzjährige Blütenschau im Stadtpark, die wilde Schönheit im Von-Alten-Garten in Linden oder der Staudengrund am Maschsee. Überhaupt tauchen rund 800.000 Frühlingsblüher die Stadt in einem herrliches Gelb. Noch ein Tipp: Der Berggarten in Herrenhausen mit seinen Gewächshäusern und der Große Garten mit der Fontäne sind ein Muss!
      

Kultur for free: In Hannover gibt es mehr als 200 Skulpturen. Foto: HMTG, L. Gerhardts
Kultur for free: In Hannover gibt es mehr als 200 Skulpturen. Foto: HMTG, L. Gerhardts

Kunst draußen & kostenlos – Kultur for free

Am Ufer des Flüsschens Leine befindet sich die ehemalige Urzelle der Stadt. Dort stehen farbenfroh gestaltete, voluminöse weibliche Körper – die berühmten „Nanas“. Die Künstlerin Niki de Saint Phalle hat sie erschaffen. Finden Sie doch vorab einmal heraus, wie die drei Skulpturen am Leibnizufer heißen. Sie stehen dort seit 1974, womit Hannover schon früh Kunstsinn zeigte. Es kommt noch besser: Heute sind mehr als 200 Skulpturen, Plastiken und Installationen im Stadtraum platziert. Kaum eine andere deutsche Stadt hat eine so hohe Dichte an künstlerischen Objekten. Sie gehen das ganz locker einmal ab und beginnen am Hauptbahnhof, wo Sie vermutlich mit dem Zug ankommen. Schon der Bahnhof ist ein Schmuckstück.

Bye, Bye Britain – der Architekturpfad

Seit dem Brexit ist England so weit entfernt wie nie. Einst gehörte es zu Hannover. Von 1714 bis 1837 dauerte die Epoche der Personalunion zwischen dem Königshaus Hannover und England. Wandeln Sie auf den Spuren und entdecken auf dem Architekturpfad Baudenkmäler jener bemerkenswerten Epoche. Auch zu Streetart und künstlerischen Graffiti gibt es verschiedene Rundgänge. Pubs zur Einkehr gibt es unterwegs auch, allerdings sind das irische.


In der Stadt unterwegs


Auf den Spuren des Universalgelehrten Leibniz

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) lebte und wirkte die meiste Zeit seines Lebens in Hannover. Wandeln Sie auf den Spuren des Universalgelehrten. Er konstruierte die erste Rechenmaschine für die vier Grundrechenarten und beschrieb das binäre System mit null und eins, Grundlage der Computertechnologie. Es wird also eine kleine Bildungsreise.

Das Steinhuder Meer lockt mit 32 Wandertouren und der Insel Wilhelmstein. Foto: HMTG, C. Wyrwa
Das Steinhuder Meer lockt mit 32 Wandertouren und der Insel Wilhelmstein. Foto: HMTG, C. Wyrwa

Der Rote Faden ist barrierefrei

Bevor Sie nun ganz den Faden verlieren – in Hannovers City finden sie ihn – gut sichtbar in rot – auf dem Boden wieder. Auf 4,2 Kilometern erkunden Sie draußen barrierefrei 36-mal Sehenswertes in der hannoverschen Innenstadt. Ein Begleitbüchlein (in zehn Sprachen erhältlich) ist bei der Tourist-Information zu bekommen. Es gibt auch eine 360-Grad-Tour online – klicken Sie doch gleich mal hinein unter www.visit-hannover.com/360

Von Geocaching bis Hörstationen

Wer auf Schatzsuche gehen möchte, findet erstklassige Anregungen unter Geocaching in der Region Hannover. Wer Hannover lieber vom Wasser aus erkundet, leiht sich ein Board fürs Stand-Up-Paddling – auf den Flüssen Ihme oder Leine ein großer Spaß in der Stadt! Wer ganz Ohr sein will, lässt sich anhand spannender Geschichten auf Hörspaziergängen die Stadt und die Region näherbringen.

Alle Infos zu Aktivitäten in und um Hannover finden Sie unter www.visit-hannover.com/aktiv


Eintauchen in die Urlaubsregion Hannover


Grün: Der Deister für alle Sinne

Bärlauchduft im Frühjahr, die Buschwindröschen blühen – da wird das Wandern im 20 Kilometer langen und etwa vier Kilometer breiten Deister zum Genuss. Er liegt nur ein paar Bahnminuten südwestlich von Hannover. Die Regional- und S-Bahn-Linien fahren direkt nach Springe, Barsinghausen, Eldagsen oder Wennigsen (sowie einigen weiteren Bahnhöfen). Dort aussteigen, unterwegs in hübschen Cafés oder den Turmlokalen im Deister einkehren und an anderer Stelle wieder in die Bahn steigen. Im Sommer spenden Rotbuchen Schatten, Bäche sprudeln, und Waldbaden ist so einfach. Es gibt für jeden Geschmack und jede Länge die passende Tour. Nachhaltig sind auch die vielen regionalen Produkte, selbst zu erleben „Von Hof zu Hof“ im Calenberger Land. Proviant und Behälter selbst mitnehmen: Picknicken ist erwünscht! Steigen Sie in Barsinghausen aus und gehen auf den Deister-Kohle-Pfad Fuchsbachtal (10 Kilometer). Im Besucherbergwerk Klosterstollen erfahren Sie, wie es einst beim Kohleabbau zuging, der hier lange Geschichte ist. Im Wisentgehege von Springe erleben Sie Tiere aus der Nähe – ein Spaß für die ganze Familie.
     

Der Geo-Erlebnispfad bietet spannende Entdeckungen für die ganze Familie. Foto: HMTG, L. Gerhardts
Der Geo-Erlebnispfad bietet spannende Entdeckungen für die ganze Familie. Foto: HMTG, L. Gerhardts

Blau: Das Steinhuder Meer zum Erleben

Sie wandern einmal ums Meer: 34 Kilometer mit erstklassigen Stopps im Brut- und Rastgebiet Meerbruch, bei den Wasserbüffeln, am Moorerlebnisweg und der Badeinsel in Steinhude. Oder Sie kürzen mit dem Linienschiff ab. Kunstobjekte sehen Sie auf der Seepromenade. Dort starten auch die Boote zur Insel Wilhelmstein (mit Museum und zum Übernachten). Mehr als 150 Naturerlebnisangebote für Kinder und Familien warten schon im Naturpark Steinhuder Meer. 32 Touren sind für Sie ausgearbeitet. Sie finden Rundwanderwege in Mardorf und Steinhude von 3,7 bis 13 Kilometer Länge. Echte Dinosaurierspuren und nachgebaute Riesen-Dinos sind in Münchehagen zu bewundern.

Bewegte Steine – Grüße aus Småland

Aus dem Lande Pippi Langstrumpfs haben Gletscher zur Eiszeit große Steine in die Brelinger Berge nördlich von Hannover verfrachtet. Der Geo-Erlebnispfad der „Bewegten Steine“ mit elf anschaulichen Stationen ist ein großer Spaß, verbunden mit einem Naturerlebnis (5,5 Kilometer Rundweg).

Nordhannoversche Moorroute – viermal Seltenes

Suchen Sie sich unter den vier Etappen die schönste aus. Sieben einmalige Moore mit ihrer typischen, selten gewordenen Flora erwarten Sie. Tipp: Auf Etappe 2 von Bissendorf nach Neustadt am Rübenberge (30 Kilometer) liegt das Moorerlebniszentrum in Resse (mit Erlebnispfad). Anschluss mit Bussen und Bahnen.

Erlebnis Würmsee – Kunst und Natur

Schon in den 1920er-Jahren war der Würmsee bei Kleinburgwedel nordöstlich von Hannover (S-Bahn bis Burgwedel) ein beliebtes Ziel. Jetzt gilt der einstündige Rundweg mit Badefiguren von damals, Wellenliegen und anregenden Natur-Kunst-Objekten als Geheimtipp. Die Extreme des Wetters lassen sich auf dem weltweit ersten begehbaren Pegel nachvollziehen. Stählerne „Torffresser“ erinnern an den Torfabbau. Dann ist mit etwas Glück der Flug der Weihe, des Pirols oder des Eisvogels live zu sehen.
 

Service

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Informationen
Hannover Tourist Information
Ernst-August-Platz 8
30159 Hannover
Telefon 0511/123 45 111
Fax 0511/123 45 112
E-Mail: info@hannover-tourismus.de

www.visit-hannover.com/touristinfo

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