In Heilbädern die Gesundheit fördern

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In Heilbädern die Gesundheit fördern

Kurreisen und Reha

Foto: DRK-Nordsee-Reha-Klinik

Egal ob zur Vorsorge oder zur Rehabilitation (Reha), die klassische Heilkur ist nach wie vor im Trend und kann bei verschiedensten Beeinträchtigungen durchgeführt werden. Dabei gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen einer Kur und einer Rehabilitation. Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Kur bei einem gesunden Menschen ansetzt, der erste Symptome aufweist, während eine Reha für einen bereits erkrankten Menschen gedacht ist. Nach wie vor werden die Begriffe jedoch oft vermischt. War es früher so, dass die Krankenkasse die Kosten für eine Kur übernommen hat, gilt das nicht mehr. Nur noch in wenigen – medizinisch begründeten – Fällen übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten für den Kuraufenthalt. Zu den typischen Kuren, die in begründeten Fällen bezahlt werden, gehören Vorsorgekuren sowie die Eltern-Kind-Kuren. Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für eine Kur noch seltener.
    

Foto: Hufeland-Klinik
Foto: Hufeland-Klinik

Wer also seiner Gesundheit etwas Gutes tun will oder Krankheiten vorbeugen möchte, muss seine Kurreise selbst bezahlen. Der Vorteil: Man kann sich Kurort sowie Kurklinik oder Kurhotel selbst aussuchen. Die meisten Kurhotels gibt es in den klassischen Heilbädern. Es gibt auch Reiseanbieter, die sich auf Kurreisen spezialisiert haben. Darüber hinaus haben viele Kur- und Rehakliniken inzwischen ein großes Leistungsangebot für Selbstzahler.

Auch Reha für Selbstzahler

Die Rehabilitation zielt darauf ab, eine körperliche oder psychische Erkrankung zu mildern oder ganz zu beheben. Wer beispielsweise durch einen medizinischen Notfall wie einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt, nach einer Operation wie dem Einsetzen eines neuen Hüft- oder Kniegelenks oder durch eine chronische Erkrankung körperliche Defizite davongetragen hat, kann von der Reha profitieren.

Diese verläuft nach einem Therapieplan, der individuell auf die Erkrankung des Patienten eingestellt wird. Die Kosten übernimmt in der Regel die gesetzliche Krankenkasse oder die Rentenversicherung. Bei der Wahl der Rehaklinik können die Patienten ihre Wünsche äußern, denen im Normalfall auch entsprochen wird, wenn die Klinik im vorgegebenen Zeitraum freie Plätze hat und medizinisch für die entsprechende Erkrankung geeignet ist.