Urban, grün, Reutlingen: Ein Tag in der Biosphären-Großstadt

Unterwegs:Urban, grün, Reutlingen: Ein Tag in der Biosphären-Großstadt

Die kleinste Großstadt Baden-Württembergs begeistert auf vielfältige Weise.

Sie liegt am Fuße der Schwäbischen Alb, einer der schönsten Regionen Deutschlands: Reutlingen – diese lebhafte, wirtschaftsstarke und doch so persönlich wirkende Stadt, eingebettet in die würzig duftende Weite des Unesco-Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Wie tickt die kleinste Großstadt Baden-Württembergs zwischen Stuttgart und Bodensee? Was macht ihren Reiz aus?

Eine wunderbar entspannte Art, sich Reutlingens Vielfalt zu nähern, ist ein Streifzug zu Fuß. Wer sich zu Beginn gerne einen Überblick verschafft, startet ihn mit einem Spaziergang auf den Hausberg. Der 707 Meter hohe Gipfel der Achalm ist von der Innenstadt aus in rund 40 Gehminuten erreicht und belohnt mit einem atemberaubenden Blick über die Stadt und die umliegende waldig-hüglige, von Wacholderheiden und Streuobstwiesen durchzogene Kulturlandschaft der Schwäbischen Alb. Ein Tipp für Frühaufsteher: Thermoskanne und Laugenbrezel in den Rucksack und zum Sonnenaufgang oben sein. Die Stimmung ist einzigartig. Manche sagen sogar mystisch.

Fußgängerzone mit verwinkelten Gassen

Über den Dächern von Reutlingen mit der Marienkirche im Zentrum. Foto: Horst Haas
Über den Dächern von Reutlingen mit der Marienkirche im Zentrum. Foto: Horst Haas

Zurück im Tal begrüßt die Innenstadt Spaziergänger mit urbaner Geschäftigkeit. Die Mischung aus originellen Boutiquen als auch namhaften Handelsketten in der Fußgängerzone, in verwinkelten Gässchen und an belebten Plätzen ist es, die Reutlingen zur beliebten Einkaufsstadt für die ganze Region macht. Fast noch wichtiger, insbesondere nach dem Frühsport: Die lauschigen Cafés, die mit duftendem Kaffee und selbstgebackenem Kuchen zur Pause einladen.

Derart gestärkt bietet sich ein Stadtrundgang an. Obwohl der große Stadtbrand von 1726 zwei Drittel Reutlingens zerstörte, zeugen Teile der mittelalterlichen Stadtmauer, das Tübinger Tor und das Gartentor noch heute von der einst mächtigen Befestigungsanlage. Die Marienkirche zählt zu den schönsten Bauwerken der Hochgotik und ist Nationales Kulturdenkmal. Einen besonderen Blick in die Vergangenheit gibt die Spreuerhofstraße, die als Engste Straße der Welt mit einer Breite von 31 Zentimetern im Guinness Buch der Weltrekorde steht.

Unterwegs einfach mal Pause auf einem Felsen machen. Foto: Angela Hammer
Unterwegs einfach mal Pause auf einem Felsen machen. Foto: Angela Hammer

Mittagspause: Wem nun der Sinn nach hausgemachten „Herrgottsb’scheißerle“ (Schwäbische Maultaschen) steht, dem bieten sich gleich mehrere, auf regionale Spezialitäten eingeschworene Restaurants zur Wahl. Auch die internationale Küche ist in der Biosphären-Stadt zuhause. Denn das Genießen ist eine Kunst, die Reutlingen und seine EinwohnerInnen ganz trefflich beherrschen.

Wie der Genuss, so sind auch Kunst und Historie fest im Stadtleben verankert. Große Akteure sind das Theater Reutlingen Die Tonne, die Württembergische Philharmonie Reutlingen, das Naturtheater Reutlingen und das Kulturzentrum franz.K. Für den Nachmittag bietet sich ein Besuch der städtischen Museen an: Das Heimatmuseum im Königsbronner Klosterhof, das moderne Naturkundemuseum und das Kunstmuseum Reutlingen. Letzteres gehört mit zwei Standorten und rund 2400 Quadratmeter Ausstellungsfläche zu den größten kommunalen Häusern für moderne und zeitgenössische Kunst im Südwesten Deutschlands.

Das Kunstmuseum Reutlingen bietet außergewöhnliche Ausstellungen. Foto: Markus Gauß
Das Kunstmuseum Reutlingen bietet außergewöhnliche Ausstellungen. Foto: Markus Gauß

Wenn sich der Tag dann dem Ende neigt, wird Besucher oft klar: Er war zu kurz.

Wohl also jenen, die sich eine Bleibe in einem der Reutlinger Hotels oder einer der familiären Ferienwohnungen gesucht oder die ihr mobiles Heim auf dem Stellplatz am Freibad geparkt haben. Denn viel gibt es noch zu erleben. Zum Beispiel laden die zertifizierten Premiumspazierwanderwege „hochgehkämpft“ und „hochgehwachsen ein, die bezaubernde Naturlandschaft des Biosphärengebietes bei einer Wanderung zu genießen.

Caféatmosphäre in der Reutlinger Fußgängerzone. Foto: Andreas Böhm
Caféatmosphäre in der Reutlinger Fußgängerzone. Foto: Andreas Böhm

Die idyllischen Gönninger Seen vor der imposanten Kulisse des Albtraufs, der aussichtsreiche Roßberg oder der Schönberger Kapf sind lohnende Ziele für Wanderer und Mountainbiker. Und zum guten Schluss noch eine Empfehlung für Familien: Das Umweltbildungszentrum Listhof unweit der Innenstadt. Mit mehreren Naturerlebnisbereichen und Biotopen zum Forschen und Experimentieren ist es ein Paradies für kleine und große Entdecker – und ein ganz besonderer Zugang zu dem Lebensraum, auf den die Reutlinger so stolz sind.

Service

Arrangement „Achalmtag(e)“ im Achalm.Hotel & Restaurant ab 219 Euro pro Nacht/2 Pers. inkl. 1 Übernachtung im komfortablen DZ mit Balkon oder Terrasse und grandioser Aussicht, 1x Welcome Drink, 1x reichhaltiges Vital-Frühstück, 1x 3-Gänge-Menü im Achalm. Restaurant, Nutzung des hoteleigenen Wellnessbereichs mit Sauna, Dampfbad, beheiztem Außenpool und Fitnessraum. Anreise: Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag.

Arrangement „im Herzen der Stadt“ im Hotel Württemberger Hof, 154 Euro pro Nacht/2 Pers. inkl. 1 Übernachtung im DZ mit Frühstück, 1x Abendessen im Restaurant Joli. Anreise: Montag bis Sonntag.

Info und Buchung: Stadtmarketing und Tourismus Reutlingen GmbH, Tourist Information, Marktplatz 2, 72764 Reutlingen, Telefon 07121/93 93 53 53.

www.tourismus-reutlingen.de