Film der Weimarer Republik in Bonn

Unterwegs:Film der Weimarer Republik in Bonn

Film in der Weimarer Republik noch bis 24. März 2019 in Bonn

Zwischen 1918 und 1933 formierte sich unter den Bedingungen der ersten deutschen Republik der Film als eine neue, siebte Kunst, die von der Bevölkerung kollektiv rezipiert wurde – im Kino. Der Aufstieg dieses modernen Massenmediums vollzog sich rasant. Das Kino der zwanziger Jahre bot ein Experimentierfeld und prägte wie keine andere Stilepoche des deutschen Films die internationale Filmästhetik nachhaltig. Die deutsche Filmproduktion, und mit ihr Regisseure wie Friedrich Wilhelm Murnau und Fritz Lang, Schauspielerinnen wie Marlene Dietrich und Schauspieler wie Emil Jannings erlangten zu dieser Zeit Weltgeltung, die deutsche Filmindustrie galt kurzfristig als ernsthafte Konkurrenz zu Hollywood. Die Ausstellung betrachtet das originär Neue dieser siebten Kunst, indem sie Wechselwirkungen mit Literatur, Bildender Kunst, Architektur, Psychologie und gesellschaftspolitischen Entwicklungen berücksichtigt. Erlebbar werden diese Innovationen mit Inszenierungen und Medieninstallationen. Der Blick richtet sich auch auf das damalige Kinopublikum, dessen Wahrnehmung der Welt durch die neuartige Filmsprache wesentlich verändert wurde. Eine gemeinsame Ausstellung der Bundeskunsthalle, Bonn, und der Deutschen Kinemathek, Berlin


Michael Jackson: On The Wall

22. März bis 14. Juli 2019

Michael Jackson zählt zu den einflussreichsten Künstlern, die das 20. Jahrhundert hervorbrachte und dessen Erbe im neuen Jahrtausend fortdauert. Seine Bedeutung in allen Bereichen der Popkultur ist allseits bekannt, sein beträchtlicher Einfluss auf die zeitgenössische Kunst allerdings noch eine ungeschriebene Geschichte. Doch seit Andy Warhol 1982 sein Bild zum ersten Mal verwendete, machte die bildende Kunst Jackson zur meistdargestellten Figur der Medienwelt. Die Ausstellung untersucht diesen Einfluss von Michael Jackson auf einige der führenden Persönlichkeiten der zeitgenössischen bildenden Kunst. Sie umfasst mehrere Künstlergenerationen sowie alle Medien. Erstmals werden Werke von über vierzig Künstlern versammelt, die aus öffentlichen und privaten Sammlungen in aller Welt stammen, darunter auch Exponate, die eigens für die Ausstellung geschaffen wurden. Die Ausstellung wurde von der National Portrait Gallery, London, entwickelt und mit der Bundeskunsthalle organisiert, mit Dank an den Michael Jackson Estate.


Goethe

Verwandlung der Welt 17. Mai – 15. September 2019

Johann Wolfgang Goethe hat wie kein zweiter Dichter seiner Zeit jene Veränderungen reflektiert, die um 1800 die politischen, ökonomischen und kulturellen Fundamente Europas erschütterten. Zugleich war der Autor ein überaus wandlungsfähiger Künstler, der auf den Anbruch der Moderne mit immer neuen literarischen Weltentwürfen reagierte. Heute gilt Goethe als der bekannteste Dichter deutscher Sprache. Mit seinen Dichtungen, die in alle Weltsprachen übersetzt wurden, hat Goethe unzählige Künstler zu eigenen Schöpfungen inspiriert. Figuren wie Werther oder Faust eroberten sämtliche Kunstgattungen und nahezu die gesamte Populärkultur. Heute, im 21. Jahrhundert, gilt Goethe als Pionier des interkulturellen Dialogs und als Vorläufer einer im Zeichen der Aufklärung stehenden Weltliteratur. Die auf neuesten Forschungen basierende Ausstellung führt in 15 Kapiteln vor Augen, wie facettenreich Goethes Leben und sein künstlerisches Werk die anbrechende Moderne um 1800 spiegeln. Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle und der Klassik Stiftung Weimar in Kooperation mit dem Freien Deutschen Hochstift, Frankfurt a. M., dem Goethe-Museum Düsseldorf und dem Museo Casa di Goethe, Rom, unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Zeitgleich auf dem Dach der Bundeskunsthalle:

Goethes Gärten auf dem Dach der Bundeskunsthalle laden zum Flanieren und zum Verweilen, zum ästhetischen Genuss und zur naturwissenschaftlichen Erkundung ein. Sie gewähren vielfältige Einblicke in Goethes botanische Studien, zeigen ihn als Schöpfer eines kleinen englischen Landschaftsgartens und verweisen auf seinen umfangreichen Küchengarten, dem für die tägliche Versorgung mit Obst und Gemüse zentrale Bedeutung zukam. Da sich das Erscheinungsbild von Goethes Gärten auf dem Dach der Bundeskunsthalle zwischen Mai und September immer wieder verändern wird, empfiehlt sich ein mehrmaliger Besuch.