Auch sozial nachhaltig agieren

Wir in Wuppertal

Auch sozial nachhaltig agieren

Das neue Unternehmen „Kookaburra“von Selly Wane soll helfen, Annäherungsprozesse in der Gesellschaft zu fördern.

Selly Wane engagiert sich für das Miteinander der Menschen in Wuppertal

Selly Wane ist seit Jahren in Sachen Integration in Wuppertal engagiert. Die gebürtige Senegalesin hat hier Wirtschaftswissenschaften studiert und bereits neben dem Studium auch mit Produkten aus ihrer afrikanischen Heimat Handel betrieben. In ihrem Studium hat sie den Einfluss einer ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit auf den Shareholder Value (Börsenkurs) der Unternehmen untersucht. In diesem Kontext gründete sie ein Upcycling-Unternehmen, um soziale und ökologische Nachhaltigkeit miteinandner in Einklang zu bringen.

Treffpunkt für Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen

Den meisten Wuppertalern ist Selly Wane vermutlich aber durch das Swane-Café im Luisenviertel ein Begriff. Das 2014 von ihr gegründete Café ist ein beliebter Treffpunkt und Ort der Begegnung für Menschen aus ganz verschiedenen Ländern und Kulturen. So gibt es dort regelmäßig Veranstaltungen. In Sachen Dialog ist das Café ein wichtiger Anlaufpunkt in der Stadt.

„Mir ist persönlich wichtig, dass die soziale Komponente im Nachhaltigkeitsdiskurs nicht untergeht. Deswegen ist es mir ein Anliegen, Annäherungsprozesse in der Gesellschaft zu stärken“, sagt Selly Wane. Allerdings sei es lange Zeit bei der bloßen Idee geblieben, der Alltagsstress habe ihr nicht die Möglichkeit gelassen, diesen Gedanken weiter zu verfolgen. „Erst in der Corona-Zeit habe ich dafür Zeit und Ruhe gefunden. Es waren nicht zuletzt die Begleiterscheinungen der Pandemie, die mir die Notwendigkeit gesellschaftlicher Annäherungsprozesse wieder vor Augen geführt haben.“

Wane hatte bereits mit Freunden aus dem Café den Verein ADDE gegründet, erste Projekte wurden realisiert wie Lesungen, Konzerte mit Musik, Veranstaltungen zum Thema Migration und anderes mehr. „Die Projekte wurden im Verlauf immer größer und größer, und irgendwann haben wir uns gefragt, wie es denn weitergeht mit dem Verein. Bleiben wir weiterhin ehrenamtlich oder gehen wir den Weg der Professionalisierung?“, berichtet Wane. „So entstand schließlich die Kookaburra GmbH, eine Organisation, in der wir nun mit festen Angestellten und noch fokussierter arbeiten können.“

Professionelle Begleitung von Künstlern

In speziellen Inkubator-Projekten begleitet Kookaburra zum Beispiel Künstler professionell im Prozess ihrer Weiterentwicklung und bestärkt sie dabei, neue kreative Wege zu gehen. In diesem Prozess finden auch punktuelle Veranstaltungen, die für alle offen sind, statt. Zum Beispiel eine Herbstakademie, bei der es um politische Teilhabe und strukturelle Diskriminierung in der Gesellschaft geht. Außerdem ist ein Hackathon geplant, bei dem Künstler, Bürger und Vereine unter Begleitung von unteschiedlichen Experten die Möglichkeit bekomnen, Ideen zu entwickeln und diese konkret umzusetzen. Die Website ist noch im Aufbau. Weitere Infos auf Facebook und Instragram.  

instagram.com/kookaburra.de/?hl=en