Die Stadt und die Nachhaltigkeit

Wir in Wuppertal

Die Stadt und die Nachhaltigkeit

In Wuppertal engagieren sich viele Menschen für eine nachhaltigere und dem Klima zuträgliche Lebensweise. Einzelpersonen wie Gruppen machen sich Gedanken, wie ihre Stadt und das Miteinander hier auch in Zukunft lebenswert gestaltet werden können.

Die Bergische Metropole ist eine der grünsten Städte Deutschlands. Doch es sollen noch mehr Grünflächen entstehen. Denn nicht zuletzt der Starkregen im Juli hat gezeigt, wie wichtig offene Flächen sind, wo Wasser versickern kann.

Die Idee der Nachhaltigkeit bestimmt zunehmend unseren Alltag. Längst hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, das wir die Ressourcen unserer (Um-)Welt nicht grenzenlos weiter ausbeuten dürfen, sollte uns dieses Verhalten nicht in naher Zukunft unsere eigenen Lebensgrundlagen entziehen.

Breidenbach und Partner PartG mbB

Auch in Wuppertal engagieren sich viele Menschen für eine nachhaltigere und dem Klima zuträgliche Lebensweise. Einzelpersonen wie Gruppen machen sich Gedanken, wie ihre Stadt und das Miteinander hier auch in Zukunft lebenswert gestaltet werden können.

Das ist übrigens beste Wuppertaler Tradition: Hier war es seit jeher die Bürgerschaft, von der neue Impulse ausgingen und die sich engagiert für ihr Wohn-umfeld einsetzte. Etwa mit der Anlage zahlreicher Parks und Grünanlagen, die die Bergische Metropole zu einer der grünsten Städte Deutschlands gemacht haben. Daran will man jetzt wieder anknüpfen. Nicht zuletzt der Starkregen im Juli hat gezeigt, wie wichtig offene Flächen sind, wo Wasser versickern kann. Und welche verheerende Folgen das weiträumige Versiegeln von Innenstadtflächen mit sich bringt – Stichwort Schwammstadt.

Doch viele Einzelinitiativen scheitern noch immer an bürokratischen Hürden. Hier wäre ein Scout, der engagierten Bürgern bei der Umsetzung ihrer Ideen zur Seite steht, und wie er vom Wuppertal Institut vorgeschlagen wird, ein sinnvolles Angebot.

Nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft in Krisenzeiten

Wie groß der Zusammenhalt in dieser Stadt ist, zeigte sich nicht zuletzt bei besagter Hochwasser-Katastrophe im Juli: Wuppertaler packten mit an, um nach der Flut, vor allem im stark getroffenen Beyenburg, aufzuräumen. Die Spendensummen, die eingingen, waren überwältigend. Schon in der Hochzeit der Corona-Krise hatte sich gezeigt, wie groß die nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft in der Stadt im Tal ist. Neubürger sind auch in Wuppertal willkommen. Die Geschichte der Zuwanderung reicht in dieser Stadt weit zurück; nicht erst seit 2015 gibt es viele Angebote und unterstützende Projekte für Menschen, die aus anderen Ländern hierher kommen, um dauerhaft zu bleiben. Auch dieser gesellschaftliche Wandel hat mit Nachhaltigkeit zu tun – Stichwort soziale Nachhaltigkeit. „Annäherungsprozesse in der Gesellschaft fördern“ umschreibt Selly Wane, Betreiberin des Café Swane im Luisenviertel, ihr Engagement im Bereich Migration und Zuwanderung.

Der einstmals blühende Industriestandort Wuppertal bricht auf zu neuen Ufern – ebenfalls unter nachhaltigen Aspekten. Innerhalb des „Circular-Valley“-Projektes haben kürzlich erste Start-ups ihre von einer Jury ausgewählten Geschäftsideen zu einer Kreislaufwirtschaft vor Vertretern aus Industrie und Politik präsentiert.

Wenn sich hier Synergien ergeben, wenn weltweit agierende Unternehmen diese innovativen Ideen aufgreifen, könnte Wuppertal eine glänzende Zukunft als Pionier-Metropole bevorstehen.