Gerechter Handel ist hier Familiensache

Wir in Wuppertal

Gerechter Handel ist hier Familiensache

Viola und Mario Martinez Oporto führen in Wuppertal den Weltladen „Mundo Fair“ – aus Überzeugung.

Viola Martinez Oporto betreibt mit ihrem Mann Mario seit zehn Jahren in Wuppertal den Weltladen „Mundo Fair“

Wenn Viola Martinez Oporto für ihre Kunden Kaffee und Gewürze zusammenpackt, dann hat sie die Gesichter der Produzenten vor der Augen. Dann denkt sie an all die schönen Begegnungen in Südamerika und in Afrika. Sie erinnert sich an die Menschen, die von ihrer Arbeit nun leben können, sich eine Existenz aufgebaut haben und regelmäßig und verlässlich ihre Produkte Richtung Deutschland schicken.

„Alles hängt miteinander zusammen“, sagt sie, „wenn Menschen nicht von ihrer Arbeit leben können, dann hat das Konsequenzen.“ Kriegen, Klimakrisen und Fluchtbewegungen setzen Viola und Mario Martinez Oporto Beziehungen auf Augenhöhe gegenüber. Seit Zehn Jahren betreiben sie in Wuppertal den Weltladen „Mundo Fair“. Sie sind damit Exoten: Denn in den meisten Fällen übernehmen Vereine oder Initiativen den Betrieb der Weltläden. „Wir haben dieses Thema zur Familiensache gemacht“, sagt Viola Martinez Oporto.

Sie kennt die Geschichte jedes Produktes in ihren Regalen

Der Kern ihrer Arbeit: „Bei uns gibt es keine anonymen Produkte“, erklärt die Wuppertalerin. Sie kennt die Geschichte eines jeden Produktes in ihren Regalen. „Wir wissen, wo sie herkommen, wer sie hergestellt hat, kennen in den meisten Fällen die Geschichten der Werkstätten oder Kooperativen“, erzählt sie, „und einige Produkte lassen wir auch selbst herstellen.“

Bei der Auswahl der Handelspartner achtet der Weltladen vor allem auf faire Arbeitsbedingungen. „Die Menschen sollen von dem Lohn leben können“, erklärt Viola Martinez Oporto. Aber beim fairen Handel geht es um mehr: Arbeitsbedingungen werden in den Blick genommen, eine möglich nachhaltige Produktion, die den Umweltschutz im Blick hat. Die Importeure bieten den Werkstätten und Kooperativen deswegen Beratung und Schulungen an – ob in Ghana oder Vietnam, Indien, Kolumbien oder Peru.

Spezialität ist ein Schwebebahnpaket

„Das Ergebnis sind nicht nur Siegel und Zertifikate, sondern eben auch Qualität“, sagt Viola Martinez Oporto und blickt sich in ihrem Weltladen um. Kaffee und Honig, Gewürze und Süßigkeiten aus aller Welt haben hier ihren Platz gefunden. Und auch Kunsthandwerk gehört längst zum Repertoire der Weltläden. Viola und Mario Martinez Oporto haben ein Schwebebahnpaket erfunden – mit einer Auswahl von Schokolade und Wein, Kaffee, Espresso, Honig und Tee – und der lokalen Schwebebahnillustration auf jedem der Produkte. Viele Wuppertaler haben die nachhaltigen, fair gehandelten Produkte bereits für sich entdeckt: Stammkunden und Laufkundschaft geben sich am Kirchplatz die Klinke in die Hand.

Die Idee des fairen Handels weitergeben

Viola Martinez Oporto freut sich über jeden Besucher: „Denn jedes Kundengespräch bedeutet für uns auch: Die Idee des fairen Handels weiterzugeben.“