So „grün“ ist die Stadt im Tal

Wir in Wuppertal

So „grün“ ist die Stadt im Tal

Die Stadt setzt viele Themen rund um Klima- und Umweltschutz bereits um. Mit an Bord sind auch fünf neue Klimamanagerinnen und -manager. Eine von ihnen ist Sandra Langenbach.

Am Flügelhügel der Bergischen Universität sind drei Windkraftanlagen installiert, die die Lichtkunstinstallation MetaLicht mit Energie versorgen.

Klimakrise – die Antwort darauf ist Klimaschutz. Umweltverschmutzung – die Antwort hierauf wiederum ist Umweltschutz. Bewerkstelligt werden müssen diese Aufgaben im Großen, also global, genauso wie im Kleinen. Für Anstrengungen im Klimaschutz und der Klimaanpassung sind die Städte und Kommunen zuständig.
    

Wie grün ist Wuppertal? Diese scheinbar einfache Frage wird von Sandra Langenbach, eine von fünf neuen Klimamanagern in der Stadtverwaltung, mit vielen Einzelaspekten beantwortet. Wichtigster Punkt und zentrale Voraussetzung für eine wirklich grüne Stadt sei dabei die Energie­ und Verkehrswende, sagt Sandra Langenbach. „Das ist die zentrale Voraussetzung dafür, dass die existentielle Bedrohung durch den Klimawandel abgewendet werden kann.“ 
   

Sandra Langenbach arbeitet als Klimaschutzmanagerin bei der Stadtverwaltung Wuppertal.
Sandra Langenbach arbeitet als Klimaschutzmanagerin bei der Stadtverwaltung Wuppertal.

14-Punkte-Plan für mehr Klimaschutz

Eine enge Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Akteuren und Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sei dafür nötig. Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit sei daher auch die Anstellung der fünf Klimaschutzmanagerinnen und ­manager. „Wir sind seit September 2021 mit Fördermitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums tätig. Schon davor hat der Stadtrat den 14­Punkte­Plan für mehr Klimaschutz beschlossen.

Darin enthalten sind ganz konkrete und priorisierte Maßnahmen“, berichtet Langenbach. So etwa die Förderung des Projekts „Stromspar-­Check Aktiv in Wuppertal“, das sich an Haushalte mit geringem Einkommen richtet. „Caritas-­Mitarbeiter bieten kostenlose Energiesparberatung und bedarfsorientierte Energie­ und Wassersparartikel an“, erläutert die Klimaschutzmanagerin.

Weitere Punkte aus dem Klimaschutzplan sind: „Der weitere Ausbau von Photovoltaik­-Anlagen auf kommunalen Dächern. Die Installation öffentlicher Trinkwasserbrunnen gehört ebenfalls dazu. Und wir haben die Wanderausstellung ‚Klimagourmet Wuppertal‘ angeschafft“, sagt Sandra Langenbach. Darin würden auf interaktive Weise die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Lebensmittelproduktion und den damit verbundenen Auswirkungen auf das Klima anschaulich vermittelt.

„Die Ausstellung kann bei der Koordinierungsstelle Klimaschutz bei der Stadt ausgeliehen werden“, so Langenbach.

Integriert sind alle Maßnahmen des 14­-Punkte-­Plans in das, im Juni 2020 vom Stadtrat beschlossenen „Klimaschutzkonzept mit integriertem Handlungsfeld Klimafolgenanpassung (IKSK)“. Koordiniert werden sie von Sandra Langenbach und ihren vier Kolleginnen und Kollegen. 
    

Im Nordpark mit seinen ausgedehnten Grünflächen ist der Skywalk gebaut worden. Die 16 Meter lange Plattform bietet einen tollen Blick über Wuppertal und das Bergische Land.
Im Nordpark mit seinen ausgedehnten Grünflächen ist der Skywalk gebaut worden. Die 16 Meter lange Plattform bietet einen tollen Blick über Wuppertal und das Bergische Land.

Verwaltungs-Fuhrpark derzeit auf Elektromobilität umgestellt

Von besonderer Bedeutung sei indes der Vorbildcharakter, den die Stadt Wuppertal hier einnehmen müsse. Man könne schließlich nicht Wasser predigen und Wein trinken, findet die Klimaschutzmanagerin. „Wir gehen mit gutem Beispiel voran. Bei Neubau und Sanierung werden hohe Standards eingehalten, angelehnt an jene von Passivhäusern“, berichtet Langenbach. So wird der Verwaltungs-­Fuhrpark derzeit auf Elektromobilität umgestellt und auch die Straßenbeleuchtung zunehmend effizienter umgestaltet. „Die ganze Verwaltungsarbeit unterziehen wir seit diesem September einem ‚Klimacheck‘. Das bedeutet, dass Gremien darlegen müssen, ob die jeweilige Tätigkeit Auswirkungen auf den Klimaschutz hat – und auch, ob es gegebenenfalls klimafreundlichere Alternativen gibt.“

Alternative Verkehrsantriebe sind in Wuppertal zunehmend stärker vertreten, ergänzt die Klimamanagerin. „Das bezieht sich sowohl auf Elektromobilität, als auch auf Brennstoffzellen­ und Wasserstoffmobilität. Anfang Juli dieses Jahres waren in der Stadt so schon 3405 Elektromobile zugelassen, 1550 davon sind reine E­-Mobile.“ Die Stadtverwaltung fährt derzeit 34 rein elektrische Autos und sieben mit Plug­in-­Hybrid-­Antrieb.

Wuppertal ist zudem Teil der „Kompetenzregion Wasserstoff Düssel.Rhein.Wupper“. Diese ist von der NRW­-Landesregierung zum Sieger des Wettbewerbs „Modellregion Wasserstoffmobilität NRW“ gekürt worden. „Auf den Wuppertaler Straßen fahren 13 Wasserstoffbusse, sieben weitere kommen bis Jahresende dazu, auch die Wuppertaler Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) verfügt über vier Wasserstoff­-Fahrzeuge“, sagt die Klimamanagerin.

Apfelbäume für den Klimaschutz

Neben Fördermöglichkeiten über den WSW­-Klimafonds gibt es auch innerhalb der Koordinierungsstelle Klimaschutz einen internen Klimafonds, in dem aktuell das Förderprogramm „Apfelbäume für den Klimaschutz“ aufgelegt worden ist. „Bürger, die in Wuppertal einen Garten besitzen, gemietet oder gepachtet haben, können darüber einen Zuschuss für Apfelbäume beantragen. Bäume haben eine große Bedeutung für den Klimaschutz, sie binden Kohlendioxid langfristig, reinigen die Luft und geben Sauerstoff ab. Außerdem tragen sie durch Verschattung und Verdunstung zur Kühlung und damit Verbesserung des Stadtklimas bei“, sagt Sandra Langenbach.

Der Apfelbaum sei übrigens nicht nur wegen seiner beliebten Früchte gewählt worden, sagt die Klimaschutzmanagerin weiter. „Man denke an das Wort Martin Luthers: „Selbst wenn ich wüsste, dass die Welt morgen in Stücke zerfällt, würde ich immer noch meinen Apfelbaum pflanzen.“ Das hat doch eine besondere Symbolkraft für den Klimaschutz.“ 
       

INFO

Förderung
Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative hat die Stadt Wuppertal fünf Klimaschutzmanagerinnen und -manager, gefördert mit rund 1,15 Millionen Euro, einstellen können. Der Förderzeitraum erstreckt sich auf drei Jahre mit Option auf zwei weitere Jahre Verlängerung.

Aufgaben 
Die neuen Klimaschutzmanager kümmern sich um die Umsetzung ausgewählter Maßnahmen des Klimaschutzkonzepts mit integriertem Handlungsfeld Klimafolgenanpassung, das vom Stadtrat am 24. Juni 2020 beschlossen wurde.

High-End-Beratung mit Bodenhaftung

ebl esch & kramer – die Kanzlei für Wirtschaftsrecht

ebl esch & kramer

ebl esch & kramer in Wuppertal steht seit über 70 Jahren für lösungsorientierte Beratung, die die Interessen des Unternehmers fest im Blick hat, ohne die wirtschaftlichen Konsequenzen aus den Augen zu verlieren.

Beraten werden Unternehmer, Unternehmerinnen und Unternehmen zu allen rechtlichen Aspekten ihrer Geschäftstätigkeit. Hierbei verbinden ebl esch & kramer hohe fachliche Kompetenz mit tiefgreifendem Verständnis für die Herausforderungen und Ziele der Unternehmer in der Region.

Das ebl esch & kramer­Team begleitet seine Kunden bei rechtlichen Auseinandersetzungen und setzt – wenn notwendig – deren Interessen auch gerichtlich durch. Die Anwälte verfügen über umfassende Prozesserfahrung und decken dank zusätzlicher Qualifikationen, stetiger Weiterbildung und eines eingespielten internationalen Netzwerks alle Kernbereiche des Wirtschaftsrechts ab. Dementsprechend kann ebl esch & kramer ganzheitliche Lösungen zu fachübergreifenden Fragestellungen anbieten.

Die Kanzlei versteht sich nicht nur als Konfliktlöser, die erst tätig wird, wenn es bereits zu spät und der Gang zum Rechtsanwalt unausweichlich ist. Durch weitsichtige und kreative Beratung können Konflikte auch gezielt vermieden werden. Dauerhafte Beziehungen zu den Mandanten sind ebl esch & kramer wichtig. Üblicherweise begleiten sie daher die Mandanten über Jahrzehnte und kennen deren Betriebe und Produkte. Der breite Beratungsansatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mandanten hat sich nicht zuletzt in der Corona­-Krise bewährt. Hier galt und gilt es, in allen Lebens­- und Arbeitsbereichen gemeinsam neue Wege zu beschreiten. Durch aktives einander Zuhören und gemeinsam über den Tellerrand Hinausdenken können für viele neu aufgetretene Rechtsprobleme zukunftsweisende Lösungen gefunden werden: Erleben Sie ergebnisorientierte Beratung. Sprechen Sie uns an!

Unsere Rechtsgebiete umfassen Arbeitsrecht, Bank­ und Kapitalmarktrecht, Erbrecht und Vermögensnachfolge, Handels­ und Gesellschaftsrecht, Urheber­ und Medienrecht, Restrukturierung und Sanierung, Vertragsrecht, Wettbewerbs­ und Markenrecht, Wirtschaftsrecht und mehr.

Frank Engelhard und Frank Neldner Partner ebl esch & kramer Wuppertal