Zu Besuch in der Stadt, wo die Busse fliegen

Wir in Wuppertal:Zu Besuch in der Stadt, wo die Busse fliegen

Ein echter Wuppertaler lässt auf seine Stadt natürlich nichts kommen. Aber auch bei Touristen aus dem In- und Ausland wird die Stadt immer beliebter. Allein von Januar bis Juni ist die Zahl der Besucher um weitere zehn Prozent gestiegen.

Rund 241 500 Gäste besuchten im Jahr 2018 die Stadt Wuppertal. Damit fanden 4,1 Prozent mehr Menschen den Weg in die Stadt als noch im Jahr 2017. Etwa 36 000 ausländische Gäste zählte Wuppertal Marketing. Dabei ist die Region vor allem bei Gästen aus dem europäischen Ausland, vor allem bei Belgiern, Niederländern und Franzosen sehr beliebt. Überraschend: Allein von Januar bis Juni ist die Zahl der Besucher um weitere zehn Prozent in die Höhe geschnellt.

Ganz oben auf der Wunschliste bei Besuchern steht eine Fahrt mit der Schwebebahn. „Besonders gefragt sind Fahrten mit dem Kaiserwagen“, berichtet Danica Dannenberg vom Wuppertal Marketing. Seit dem offiziellen Start im März 1901 verbindet der „stahlharte Drache“ (Zitat Else Lasker-Schüler) den Osten und den Westen Wuppertals. Seitdem grüßen die Wuppertaler „aus der Stadt, in der die Busse fliegen“ und locken jährlich hunderttausende auswärtige Gäste an. Mehr als 1,5 Milliarden Menschen sind bereits mit der Schwebebahn durch das Tal der Wupper geschwebt.

Eine Legende ist der Kaiserwagen. Einst sind Kaiser Wilhelm II. und seine Gemahlin Auguste Viktoria darin zur Probefahrt der neuen Erfindung aufgebrochen. Wer selbst eine Fahrt in dem historischen Wagen antreten will, kann sich mit der Planung noch Zeit lassen. „Der Kaiserwagen ist erst wieder ab Sommer 2020 buchbar“, so Danica Dannenberg. Besucher können sich aus dem Internet einen kostenlosen Audioguide herunterladen (auch auf Englisch), der wertvolle Informationen bietet.

Der Skulpturenpark von Tony Cragg hat Wuppertals Ruf als international renommierte Kunststadt weiter gefestigt. Der Besuch einer Tanzvorstellung des Ensembles von Pina Bausch oder einer der Ausstellungen im Von der Heydt-Museum sind ebenfalls sehr gefragt.
Der Skulpturenpark von Tony Cragg hat Wuppertals Ruf als international renommierte Kunststadt weiter gefestigt. Der Besuch einer Tanzvorstellung des Ensembles von Pina Bausch oder einer der Ausstellungen im Von der Heydt-Museum sind ebenfalls sehr gefragt.

„Die Wuppertaler Kulturszene hat einiges zu bieten, beispielsweise ein Besuch bei einer Tanzvorstellung des Ensembles von Pina Bausch, einem Besuch im Skulpturenpark von Tony Cragg oder die Ausstellungen im Von der Heydt-Museum“, macht die Touristik-Fachfrau Appetit. Die Kunst- und Kulturlandschaft Wuppertals ist lebendig, außergewöhnlich und international. Das hat seine Ursprünge in der Zeit der Frühindustrialisierung, als reiche Wuppertaler Unternehmer Kultur erleben wollten und förderten.

Danica Dannenberg hat noch einen Tipp: „Für Familien bietet sich ein Besuch im Grünen Zoo Wuppertal an. Er ist einer der landschaftlich schönsten in ganz Deutschland.“ Der an einem Hang gelegene Zoo ist geprägt von weiten Wiesenflächen, großen Teichen und einem alten Baumbestand. Rund 3500 Tiere aus allen Kontinenten leben im Wuppertaler Zoo, darunter Eisbären, Pinguine oder Elefanten.

Panoramablick vom Heckinghauser Gaskessel

Was wohl kaum ein Besucher auf dem Zettel hat, ist trotzdem eine Reise wert: „Einen tollen Blick über die Stadt kann man auf der Aussichtsplattform des Gaskessels genießen“, verrät Danica Dannenberg. Einst mit 60 000 Kubikmetern Ferngas befüllt, beherbergt der Kessel heute die interaktive Ausstellung rund um das Thema „Phantasie, Illusion und 3D-Projektmapping“. Das Künstlerkollektiv Urbanscreen hat eine fantastische Geschichte auf die 6000 Quadratmetern Leinwand gezaubert. Verblüffend echte Sinnestäuschungen und unvergessliche Illusionen sind hier im Sekundentakt erlebbar.

Über die grünen Hügel der Stadt

Seit 1901 verbindet der „stahlharte Drache“, die Schwebebahn, die Stadtteile im Tal der Wupper. Der historische Kaiserwagen geht nach einer Pause 2020 wieder in Betrieb.
Seit 1901 verbindet der „stahlharte Drache“, die Schwebebahn, die Stadtteile im Tal der Wupper. Der historische Kaiserwagen geht nach einer Pause 2020 wieder in Betrieb.

Wer es sportlich mag, kommt in Wuppertal durchaus auf seine Kosten: Bouldern, Skaten, Kanufahren auf der Wupper oder Wandern über die grünen Hügel des Bergischen Landes (dem übrigens die Grafen von Berg seinen Namen gaben, nicht die Topografie) – alles ist möglich. Wer Wuppertal aus immer neuen Blickwinkel entdecken möchte, der sollte eine Tour auf einer Fahrradtrassen einplanen. Entlang der 23 Kilometer langen Nordbahntrasse warten unverwechselbare Ausblicke von Viadukten, alte (beleuchtete) Tunnel und Bahnhofsgebäude mit einzigartigem Charme.

Besuchern empfiehlt Danica Dannenberg unbedingt auch einen Abstecher ins Luisenviertel. Malerisch wirken die Altbauhäuser, in denen sich Restaurants, Bars und Kneipen angesiedelt haben. Gäste können türkische, italienische, griechische, marokkanische und indische Küche ebenso genießen wie eine große Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten.

Führungen durch die Stadt ganz nach Wunsch

Damit ausländische Besucher in den vollen Genuss einer Tour durch Wuppertal kommen, sind fremdsprachliche Führungen buchbar. Die Mitarbeiter von Wuppertal Touristik beraten die Gäste und stellen Führungen je nach den individuellen Wünschen der Gäste zusammen.

Nach einem erlebnisreichen Tag in der Stadt darf natürlich ein Souvenir nicht fehlen. „Am beliebtesten sind unsere Produkte mit der Schwebebahn. Frühstücksbrettchen und Servietten sind schöne Mitbringsel. Aber auch die sogenannten Talwaren eignen sich immer als Geschenk an andere oder sich selbst“, so Danica Dannenberg. Souvenirs gibt es bei Wuppertal Touristik (Kirchstraße 16, Wuppertal) oder unter:
wuppertalshop.de