Wie und wo kann in Wuppertal gebaut werden? Experten diskutieren neue Wege

WZ Forum - Immobilien:Wie und wo kann in Wuppertal gebaut werden? Experten diskutieren neue Wege

Auch das dritte WZ-Forum zum Thema Immobilienmarkt Wuppertal fand wieder mit reger Beteiligung statt: Die Gesprächsrunde mit Fachleuten aus unterschiedlichen Branchen, die nun schon traditionell in den Räumen der Barmenia Versicherungen zusammenkommt, hat sich mittlerweile als wichtige und gefragte Experten-Plattform in der bergischen Metropole etabliert.

Von Christine Zacharias

Das Thema steht unverändert ganz oben auf der Agenda nicht nur der Stadt, sondern aller, mit dem Thema befassten Branchen: Wie kann in Wuppertal neues Bauland gefunden und erschlossen werden? Denn der Bedarf ist groß. Wuppertal wächst. Dementsprechend angeregt diskutierten die zwölf Teilnehmer der jüngsten Runde – Immobilienmakler, Banker, Juristen, Vertreter von Wohnungsbaugesellschaften und Versicherer über die aktuelle Lage wie auch über Perspektiven und Möglichkeiten der bergischen Metropole.

Wichtiger Impulsgeber auf lokaler wie regionaler Ebene

Es zeigt sich: Das WZ-Forum ist eine gefragte Veranstaltung, die ihresgleichen sucht. Ein Runder Tisch, an dem sich derart zahlreich Sachverständige zu einem kommunal wie auch gesellschaftspolitisch relevanten Thema nicht nur austauschen, sondern gemeinsam nach neuen Wegen und Visionen suchen, findet sich sonst kaum, weder in der Stadt noch im Umland. So wird das WZ-Forum inzwischen auch als wichtiger Impulsgeber auf lokaler wie regionaler Ebene geschätzt.

Nun also erneut das Thema Bauen beziehungsweise Erschließung von neuen Baugrundstücken. Zwar wird gebaut in der Stadt, aber viel zu wenig, sind sich die Teilnehmer einig. Denn der Bedarf ist da: Vielfach ist der Wohnungsbestand überaltert und nicht mehr zeitgemäß. Sanierung ist also dringend geboten. Etliche dieser Altbauten sind aber in Privathand, und dort sind oft nicht die Kapazitäten zur Sanierung aus eigener Kraft vorhanden.
     

Die Stadt im Tal – schön, weil von Grün umgeben, aber schwierig, wenn es darum geht, neues Bauland zu erschließen. Welche Möglichkeiten und Perspektiven sich für Wuppertal ergeben, war Thema des WZ-Forums Immobilien. Archivfoto: Alois Müller
Die Stadt im Tal – schön, weil von Grün umgeben, aber schwierig, wenn es darum geht, neues Bauland zu erschließen. Welche Möglichkeiten und Perspektiven sich für Wuppertal ergeben, war Thema des WZ-Forums Immobilien. Archivfoto: Alois Müller

Topographie erschwert Erschließungen

Das Thema Bauland bleibt weiterhin ein hochsensibles Feld: Die Topographie Wuppertals mit dem vielen Grün auf den Höhen ist zwar schön, macht aber vielerorts die Erschließung schwierig bis unmöglich. Zudem beklagen Entwickler auch beim WZ-Forum eine zunehmende Klagefreude bei Anwohnern gegen Neubauprojekte in der Nachbarschaft, die sich naturgemäß lähmend auswirken oder gar geplante neue Quartiere ganz in Frage stellen.

Ein Königsweg könnte gerade in Wuppertal die Sanierung des zahlreich vorhandenen Altbaubestandes sein. Wohnhäuser aus der Gründerzeit mit hohen Decken und schönem Stuck werden zunehmend von Mietern geschätzt. Wuppertal verfügt hier über einen reichen Bestand – weit mehr als die Städte des Umlandes.

Das ist ein Pfund, mit dem die Stadt im Tal wuchern sollte. Zumal, wenn Investoren am Start sind, die fachkundig und denkmalgetreu sanieren. Ihr Argument ist schlagend: Sanierung geht – erst recht in Zeiten des Klimawandels – vor Neubau, denn nicht zuletzt die CO2-Bilanz fällt weit positiver aus.

Eine große und spannende Themenpalette stand also auf der Agenda des jüngsten WZ-Forums, an dem diesmal folgende Fachleute teilnahmen: Oliver Zier, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohungsbaugesellschaft mbH Wuppertal (GWG), Dirk Wagner, Leiter Immobilienvermittlung Sparkasse Wuppertal, Karl-Heinz Schattschneider, Leiter Bauen und Wohnen bei der Sparkasse Wuppertal, Jochen Braun, Ressortleiter Bauen und Wohnen bei der Stadt Wuppertal, Andreas Otto, Vorstandsvorsitzender der Volksbank im Bergischen Land, Ralph Robert Dahlmanns, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht in der Kanzlei Hartmann Dahlmanns Jansen Rechtsanwälte, Christian Baierl, Vorstand der renaissance Immobilien und Beteiligungen Aktiengesellschaft, Naja-Luisa Sophie Smolla, Chiefmarketing Officer der renaissance Immobilien und Beteiligungen Aktiengesellschaft, Sebstian Haug, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht bei D’Avoine Teubler Neu Rechtsanwälte, Michael Jaroch vom Wohn-Träume Immobilienvertrieb, Jörg-Thomas Miß, Abteilungsleiter Immobilien und Finanzierung bei den Barmenia Versicherungen und Udo Reinhardt, Abteilung technische Immobilienbetreuung, Barmenia Versicherungen.