Eine Zeche als Erlebnis

Unterwegs:Eine Zeche als Erlebnis

Kostenloses Programm zum Saisonstart am 29. März auf dem Unesco-Welterbe.

Das Unesco-Welterbe Zollverein feiert am 29. März rund um den Doppelbock mit zahlreichen Mitmachangeboten und einem vielseitigen Kulturprogramm die Saisoneröffnung 2020. Die Stiftung Zollverein und das Ruhr Museum laden zum kostenfreien Besuch der Dauer- und Sonderausstellungen des Ruhr Museums sowie zu kostenlosen Führungen über das Welterbe ein.

Kinder und Familien können bei verschiedenen Angeboten die Zeche entdecken, außerdem wird die Ausstellung „Die weite Stadt. Essen in den 1970er- und 1980er-Jahren – Farbfotografien von Heinz Josef Klaßen“ eröffnet. Ein gastronomisches Angebot auf dem Forum vor der Kohlenwäsche rundet den Saisonauftakt ab.
  

Es gibt zahlreiche Mitmach-Aktionen für Kinder.
Es gibt zahlreiche Mitmach-Aktionen für Kinder.

Neben freiem Eintritt in die Dauer- und Sonderausstellungen des Ruhr Museums werden 60-minütige Zollverein-Führungen über die Zeche unter dem Motto „kurz und knackig, aber kostenfrei“ angeboten. Kinder und Familien können bei verschiedenen Führungen (stündlich zwischen 11 und 16 Uhr) mit dem Bergmann die Zeche entdecken, auf Schicht gehen oder erfahren, was die Kohle in der Zeche macht.

Mit dem Saisonstart ist auch die Besichtigung der ungewöhnlichen Rauminstallation „La Primavera“ von Maria Nordman im ehemaligen Kesselaschebunker wieder freitags bis sonntags sowie an Feiertagen möglich.

Ausstellung über die Stadt Essen

Im Rundeindicker in der Kohlenwäsche wird am Tag des Saisonstarts auch die Ausstellung „Die weite Stadt. Essen in den 1970er- und 1980er-Jahren – Farbfotografien von Heinz Josef Klaßen“ eröffnet. Die Fotografien dienten dem 1936 geborenen Gymnasiallehrer ursprünglich als Vorlagen für seine fotorealistischen Gemälde.
  

Sehen und staunen: Die Ausstellungen sind beeindruckend. Foto: Sven Lorenz
Sehen und staunen: Die Ausstellungen sind beeindruckend. Foto: Sven Lorenz

Sie zeigen ein Essen, das um einiges großstädtischer und weiter wirkt als das Original. Baustellen, freie Flächen, Abbruch und Umbruch, Reklame im Stadtbild, Tankstellen, Brachen und von Neon erleuchtete Nachtszenen erinnern zuweilen an US-amerikanische Großstädte der 1970er-Jahre. Klaßen steht am 29. März im Rahmen der Saisoneröffnung um 15 Uhr für ein Fotografengespräch bereit.

Zollverein-Rundfahrten auch mit Zeitzeugen

Zum Saisonstart sind auch die kleinen E-Busse wieder in Betrieb. Sie sind als buchbare Rundfahrt über Zeche und Kokerei unterwegs. Besucher können wählen zwischen der „Kleinen Zollverein-Rundfahrt“ und der „Zollverein-Rundfahrt mit Zeitzeugen“. Treffpunkt: Haltestelle „Am Forum“, Info und Anmeldung für die Rundfahrten: Stiftung Zollverein, Telefon 0201/246810; E-Mail: besucherdienst@ zollverein.de

Das Gelände ist 100 Hektar groß

Das 100 Hektar große Gelände lässt sich auch bequem im Liniendienst nach dem „Hop-onhop- off-Prinzip“ erkunden. Der Zustieg ist ohne vorherige Anmeldung an sechs Haltestellen auf der Ringpromenade möglich. Tickets gibt’s beim Fahrer. Eine Tageskarte berechtigt zu beliebig vielen Ein- und Ausstiegen an allen Haltestellen. Bis November fahren die E-Busse im Halbstundentakt über das gesamte Gelände. Das Unesco-Welterbe Zollverein bietet einen vielfältigen Erlebnisraum. Das Gelände ist mit dem Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Adresse für Navigationsgeräte lautet Fritz-Schupp-Allee, die Parkplätze auf dem Gelände von Schacht XII sind kostenfrei. Mit dem öffentlichen Nahverkehr ist das Welterbe über die Haltestellen „Zollverein“ und „Zollverein-Nord“ (beide Straßenbahn 107), mit dem Bus (170, 183) sowie den Regionalbahnlinien RB 32 und RB35 (Haltestelle „Zollverein-Nord“) erreichbar.
  

SERVICE

VERANSTALTUNG
Saisoneröffnung auf Zollverein am Sonntag, 29.3.2020, v on 10 bis 18 Uhr, im Ruhr Museum und Rundeindicker in der Kohlenwäsche, im Denkmalpfad Zollverein, Forum, La Primavera, Unesco-Welterbe Zollverein.